Der Aufstieg und Fall des Oscar Pistorius

Als schnellster Mann ohne Beine schaffte es Oscar Pistorius ganz nach oben. Doch dann kam der Absturz. Jetzt liegt die erste deutschsprachige Biografie über den Blade Runner vor. Darin geht es nicht nur um den spektakulären Mordprozess, sondern auch um Prothesen und Techno-Doping.

© Biberacher Verlagsdruckerei

Es gibt nur wenige Menschen, deren Leben im Alter von 27 Jahren genug Stoff für eine ganze Biografie bietet. Oscar Pistorius ist so ein Mensch. Denn innerhalb von nur wenigen Jahren brachte es der Sportler aus Südafrika sportlich ganz nach oben. Dann kamen der Skandal, die Schüsse und der Absturz.


Pistorius war der erste beidbeinig amputierte Leichtathlet, der mit Prothesen bei den Olympischen Sommerspielen an den Start ging – das war im Jahr 2012. Seinen Start bei Titelkämpfen nichtbehinderter Sportler hatte Pistorius vor dem Internationalen Sportgerichtshof (Cas) durchgesetzt und so starte er in London auf der 400-Meter-Distanz. Er schaffte souverän den Einzug ins Halbfinale. Dann war Schluss, Pistorius schied als letzter seines Vorlaufs aus.


Mit seinem Start bei den Olympischen Spielen entfachte der Athlet aus Südafrika eine Diskussion um Prothesen im Leistungssport. Techno-Doping ist deshalb eines der Themen, die Burkard Riering in seiner Ende Oktober 2014 erschienenen Biografie über Pistorius in den Fokus rückt. Der Chefredakteur der Deutschen Handwerks Zeitung hat mit „Das schnelle Leben des Oscar Pistorius. Aufstieg und Fall des Blade Runner“ die erste deutschsprachige Biografie über den „schnellsten Mann ohne Beine“ vorgelegt.


In dem E-Book beleuchtet Riering allerdings nicht nur die sportlichen Erfolge von Pistorius‘ sowie dessen Prothesen. Er zeichnet das Leben des Sportlers nach – von der Geburt bis zur Haftstrafe. Denn nach der Teilnahme an den Olympischen Spielen geriet das Leben des Blade Runners gewaltig aus den Fugen. Am 14. Februar 2013 erschoss er seine Freundin Reeva Steenkamp durch die verschlossene Badezimmertür. Er wurde verhaftet. Kurze Zeit später folgte der Prozess in Pretoria, der weltweit große Beachtung fand.

Mittlerweile liegt das Urteil vor, die Richter haben Pistorius zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Vorausgegangen war ein Prozess, in dem der einst „schnellste Mann ohne Beine“ immer wieder beteuerte, er habe seine Freundin nicht töten wollen.

Buchtipp
Riering B. (2014) Das schnelle Leben des Oscar Pistorius. Aufstieg und Fall des Blade Runner. Biberach: Biberacher Verlagsdruckerei.