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#PflegenachCorona DBfK sammelt Forderungen von Pflegenden an die Politik

Pflegekräfte wollen mehr als Applaus. Was genau, können sie unter dem Hashtag #pflegenachcorona oder auf der zugehörigen Website veröffentlichen. Der DBfK bündelt alle Stimmen und übergibt sie Ende 2020 an Kanzlerin, Gesundheitsminister und Bundespräsident.

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Seit Beginn der Corona-Krise weiß man plötzlich: Die Pflegeberufe sind systemrelevant. Eine grundlegende Neuausrichtung des Gesundheitswesens wurde versprochen, deutlich mehr Anerkennung für pflegerische Arbeit, eine Aufwertung in mehrfacher Hinsicht soll kommen. Was die Pflegenden dahingehend erwarten und welche Schritte alle Verantwortlichen nun gehen müssen, bündelt die Kampagne des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) #PflegenachCorona.

Pflegende formulieren Forderungen an Politik

Mit dem Start zum Internationalen Tag der Pflegenden 2020 will der Verband beruflich Pflegenden mit www.pflegenachcorona.de eine Plattform bieten, auf der Forderungen an Politik und Gesellschaft u.a. zu den Themen Mitsprache, Bezahlung, Arbeitsbedingungen, Bildung und Gesundheit formuliert werden können. So fordert z.B. Patrick aus Bremen "Geld ist gut und schön, macht aber nicht nachhaltig glücklich! Ich fordere Dienstplansicherheit, eine moderne Struktur und etwas Luft für Gespräche mit Patientinnen und Patienten." Die Forderungen im Überblick.

Aktionen in den kommenden Wochen sollen den gesammelten Statements bis zu einer Abschlusskundgebung im November 2020 Nachdruck verleihen, Adressaten werden u.a. die Gesundheitsministerien auf Landes- und Bundesebene, Bundeskanzlerin und Bundespräsident sein.

Corona als Chance für Veränderung

In den Sozialen Medien macht der Hashtag #PflegeNachCorona auf die Aktion aufmerksam. „Noch heute leiden unsere Kolleginnen und Kollegen unter einem historisch geprägten Bild der Pflegeberufe, das nicht mehr haltbar ist und die Zukunft der professionellen Pflege gefährdet. Eine zeitgemäße Neubewertung des Berufs muss dem gesellschaftlichen und fachlichen Anspruch an beruflich Pflegende Rechnung tragen. Die Pflege nach Corona ist eine Chance für längst überfällige Veränderungen“, erklärt Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des DBfK.

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