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Hauptstadtkongress 2020 Dauerärger mit Rettungsstellen – Abhilfe in Sicht?

Mit der geplanten Reform der Notfallversorgung will Gesundheitsminister Jens Spahn die Patientensteuerung verbessern und Kliniken entlasten. Doch kann die Neuordnung gelingen oder stehen ihr zu viele Hemmnisse entgegen? Das diskutieren Experten in zwei Veranstaltungen auf dem Hauptstadtkongress.

Lange Wartezeiten, wenig Informationen, Personalmangel und gereizte Mitarbeiter: Von den Zuständen in den Rettungsstellen der Krankenhäuser sind Patienten oft genervt. Die Zahlen sind eindeutig: 20 bis 25 Millionen Menschen lassen sich jährlich in Rettungsstellen oder Notaufnahmen behandeln, wobei längst nicht jeder ein medizinischer Notfall ist. Jeder zweite bis dritte Patient könnte genauso gut von einem niedergelassenen Arzt oder in der ambulanten Notfallversorgung behandelt werden. Für viele Patienten ist der direkte Weg in die Rettungsstellen der Krankenhäuser aber der bequemere, nicht zuletzt oft auch wegen noch längerer Wartezeiten auf einen Termin beim niedergelassenen Facharzt.

Reform der Notfallversorgung

Das Bundesgesundheitsministerium hat Anfang des Jahres einen Referentenentwurf für eine Notdienstreform vorgelegt. Hiernach sollen Rettungsdienste, niedergelassene Mediziner und Kliniken verpflichtet werden, die Notfallversorgung künftig aus einer Hand zu gewährleisten: Patienten sollen bereits am Telefon in die angemessene Versorgungsebene gesteuert werden. Die zentrale Lotsenfunktion soll ein Gemeinsames Notfallleitsystem übernehmen, das in lebensbedrohlichen Notsituationen unter der bekannten Rufnummer 112 und in allen anderen Fällen unter der Rufnummer der KVen 116 117 rund um die Uhr erreichbar ist. „Unnötiges Warten im Krankenhaus passe nicht zu einem der besten Gesundheitssysteme der Welt“, betonte Bundesgesundheitsminister Spahn.

HSK 2020: Diskussion der Reform in zwei Veranstaltungen

Ob die Reform des Notdienstes gelingen kann und welche - auch kompetenzrechtlichen - Hemmnisse einem Erfolg entgegen stehen könnten, wird beim Hauptstadtkongress 2020 in zwei Veranstaltungen aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet:

  • Beim Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation (1. Tag): "Alle an einem Strang: Die Zukunft der Notfallversorgung"
  • Beim Deutschen Ärzteforum (2. Tag): "Eine Reform mit weitreichenden Folgen: Zur Neuorganisation der Notfallversorgung – gemeinsamer Tresen versus 3. Sektor"

Unter dem Dach des Hauptstadtforums finden drei Fachkongresse statt: der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, das Deutsche Ärzteforum und der Deutsche Pflegekongress. Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Über 600 Referenten treten in rund 150 Einzelveranstaltungen auf.

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