Entscheiderfabrik -

Entscheiderfabrik Das war der Kongress Krankenhausführung und digitale Transformation 2021

96.856 Klicks und 5.946 Zuschauende verzeichnete der Online-Kongress der Entscheiderfabrik unter dem Motto "Digitalstrategien im Zeichen des KHZG". Neben acht vertiefenden Workshops gewährte die Veranstaltung auch Einblick in den aktuellen Stand der Healthcare-IT in den USA.

Topic channels: Digitalisierung und Entscheiderfabrik

Der Kongress "Krankenhausführung und digitale Transformation" der Entscheiderfabrik am 19. und 20. Mai stand unter dem Motto "Digitalstrategien im Zeichen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG)". Die Anzahl der Teilnehmenden des Online-Kongresses zeigt, wie sehr dieses Thema die Branche bewegt: fast 6.000 Zuschauer und Zuschauerinnen verfolgten die insgesamt 34 Vorträge über den eingebetteten Bildschirm.

Neben Vertretenden aus Deutschland nahmen auch Kollegen und Kolleginnen aus den USA teil. Denn auch dort hat die Digitalisierung der Healthcare-IT mit der Pandemie zusätzlich an Fahrt aufgenommen. Fiona Evans vom US-Generalkonsulat Düsseldorf begrüßte die Teilnehmenden und erklärte: "Die Digitalisierung trägt auch dazu bei, die Pandemie zu bekämpfen." Jedoch würden in Folge auch Cyberattacken zunehmen, die es gilt zu verhindern.

Einen tieferen Einblick in die amerikanische Healthcare-IT gab u.a. Albert Oriol, Vice President and CIO des Rady Children’s Hospital & Health Center. Die größte Kinderklinik in Kalifornien setzt dabei auf den Leitsatz "Reimagine Care and Work". Die Pandemie setzte dem Haus zwar finanziell ebenso zu wie einigen deutschen Krankenhäusern, dennoch treiben die Verantwortlichen die Digitalisierung kontinuierlich voran. Der 3D-Druck unterstützt u.a. Chirurgen vor OPs dabei, die Anatomie des Patienten besser einzuschätzen:

3D-Drucker im Rady Children's Hospital in San Diego

Weitere Inspirationen wie smarte Lösungen das Gesundheitswesen unterstützen können, zeigten die Industriepartner in insgesamt vier Vortragsessions. Dazu zählt auch ein Hygiene-Schnellcheck, den das amerikanische Unternehmen Darvis, das nun auch auf dem deutschen Markt Fuß fassen will, bei der Asklepios Klinik Nord einführte. Hierbei unterstützt künstliche Intelligenz dabei, Schutzkleidung richtig anzulegen. Das Besondere: Das selbstlernende System anonymisiert die Kameradaten und kann so auch dem Datenschutz standhalten.

Hygiene-Schnellcheck im Asklepios Klinikum Nord

In acht vertiefenden Workshops hatten die Teilnehmenden zusätzlich Möglichkeit sich intensiv mit einem Schwerpunktthema auseinanderzusetzen und abschließend ihre Ergebnisse mit dem virtuellen Plenum zu teilen:

  1. Digitalstrategien im Zeichen des KHZG (LowTeq)
  2. Transforming Healthcare in disruptive Time – Klinik Plattformen und Health Information Management (Bewatec)
  3. Das Health Data Office als Enabler Ihrer Digitalstrategie, auch im Zeichen des KHZG (DMI)
  4. eMedikation und fallbegleitende Codierung – Lösungen von ID-Berlin zum KHZG (ID-Berlin)
  5. Digitalstrategien im Zeichen des KHZG (archive-IT)
  6. Yes, we scan – Barcode medication administration as an example (Alphatron Medical)
  7. Digitalstrategien im Zeichen des KHZG (m.Doc)
  8. KHZG-Antrag abgegeben – Jetzt sechs Monate Ruhe vor dem Sturm? (the i-engineers)

Best-of-Breed-Ansatz oder homogene IT-Landschaft?

Einig waren sich alle Workshop-Teilnehmenden, dass Interoperabilität ein Schlüsselfaktor ist, auf dem Weg zum digitalen Gesundheitswesen. Zudem fordern einige Branchenvertreter, dass zunehmend auf herstellerneutrale Plattformen mit offenen Schnittstellen gesetzt werden sollte. Ein Beispiel hierfür liefert Bewatec mit der Plattform "ConnectedCare", bei der sich Patienten einmal anmelden, aber trotzdem auf die Services verschiedener Hersteller zugreifen können: von Terminvereinbarung bis Check-In.

Jens Kattusch, Referent Zuweisermanagement bei der Diakovere Krankenhaus gGmbH, bezeichnete dies als "Philosophie-Frage". Sollten Kliniken ihr Wunschsystem Baustein für Baustein zusammensetzen (Best-of-Breed-Ansatz) oder besser auf eine homogene IT-Landschaft setzen, also ihre Systeme um die Angebote eines KIS-Herstellers erweitern? Denn wer mehr Softwarehersteller einbindet, steigert auch die Komplexität v.a. in der Kommunikation mit einzelnen Anbietern. "Man muss im Rahmen des KHZG auch bereit sein, Brücken zu anderen Anbietern zu bauen", erklärte Tobias Wauschkuhn, Product Experience Director bei Samedi.

Ein Update gab es zudem zu den kommenden Veranstaltungen der Entscheiderfabrik:

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