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Altenpflege 2019/Transgourmet Das sind die "Botschafter" des "emotionalen Genusses"

Der Lebensmittelgroßhändler Transgourmet hat auf der diesjährigen Altenpflege in Nürnberg Senioreneinrichtungen für ihre Verpflegungskonzepte ausgezeichnet. Das sind die Träger des Siegels "Botschafter emotionaler Genuss" 2019 in Gold und Silber.

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Bereits zum dritten Mal hat Transgourmet in einem Wettbewerb nach innovativen Konzepten in der Seniorenverpflegung gesucht. Jetzt stehen die Sieger 2019 fest:

  • das Jakob-Sigle-Heim in Kornwestheim,
  • das Tobias-Haus Alten- und Pflegeheim in Ahrensburg und
  • die Belia Seniorenresidenz Schalke in Gelsenkirchen.

Diese drei Einrichtungen erhielten auf der Altenpflege-Messe in Nürnberg Anfang April 2019 das Siegel „Botschafter emotionaler Genuss“ 2019 in Gold.

Das Siegel in Silber ging an:

  • das Kölner CMS Pflegewohnstift Bickendorf,
  • die Seniorenresidenz Rheinallee in Bonn sowie
  • das Pastor-Arning-Haus in Fürstenau.

Es geht um Glück – nicht Kosten

Der Wettbewerb „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor – Wettbewerb für emotionale Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung“ sei für Transgourmet mehr als nur eine Preisverleihung: „Wir wollen möglichst viele weitere Einrichtungen motivieren, sich für emotionalen Genuss in der Seniorenverpflegung zu engagieren“, erklärt Martin Kölle, Leitung nationaler Vertrieb Gemeinschaftsverpflegung der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG und Initiator des Projekts.

Die von Transgourmet auf der Altenpflege vorgestellten Best-Practice-Beispiele zeigen auf, welche Maßnahmen sinnvoll sein können und in der Praxis funktionieren. Denn: Das Thema „Verpflegung“ wird für Senioren und ihre Angehörigen künftig noch an Bedeutung zunehmen. Und eine gute Seniorenverpflegung führt laut Transgourmet nicht nur zu einem Plus an Lebensqualität für die Heimbewohner, sondern auch zu einem deutlichen Imagezuwachs für den Betrieb. Einrichtungen, die sich frühzeitig und proaktiv für emotionalen Genuss in ihrem Haus einsetzen und dies auch kommunizieren, seien deshalb klar im Vorteil.

Was an den Siegerkonzepte so besonders ist

Das Jakob-Sigle-Heim in Kornwestheim überzeugte die Jury besonders durch eine ungewöhnliche Idee: regelmäßiges Backen mit dem Holzofen. Hinzu kommen kulinarische Menüabende und eine Kooperation mit der ortsansässigen Berufsschule, Abteilung „Nahrung“. Es gibt keinen festen Speiseplan im Haus, da die Speisen möglichst individuell und abwechslungsreich sein sollen. Der Einsatz von frischen und saisonalen Lebensmitteln ist der Heimleitung sehr wichtig. „Die Küche hier wird von den Bewohnern sehr hoch geschätzt“, sagt Sina Urban vom Kompetenzteam Ernährung I Hygiene I Information bei Transgourmet, die die Einrichtung vor Ort besucht hat. „Alles wird liebevoll umgesetzt und mit ganzem Herzen gelebt – das lässt sich an der Zufriedenheit der Senioren deutlich ablesen.“

Das Tobias-Haus Alten- und Pflegeheim in Ahrensburg ist auf Menschen mit Demenz spezialisiert. Die hauseigene Küche berücksichtigt individuelle Wünsche und verarbeitet so viele frische und biologische Zutaten wie möglich. Ein Sinnesgarten hält die Bewohner wach und neugierig. Eine Gartentherapeutin begleitet und berät die Bewohner bei der Gartenarbeit und bietet regelmäßig Veranstaltungen an. Anregende Aktivitäten aller Art und kulinarische Eindrücke gehen Hand in Hand. „Man spürt deutlich, dass die Bewohner ernst genommen und wertgeschätzt werden“, erläutert Lisa Hochstein, ebenfalls vom Kompetenzteam Ernährung I Hygiene I Information bei Transgourmet. „Sie erhalten in der Einrichtung die Möglichkeit, ihre Autonomie zu wahren.“

Auch in der Belia Seniorenresidenz Schalke in Gelsenkirchen zählt nur das, was glücklich macht, etwa das gemeinschaftliche Pflanzen und Ernten im hauseigenen Garten sowie das Verarbeiten der Produkte zu Spezialitäten nach „Omas Rezept“. Gelebt wird hier eine maximale Vielfalt an Lebensmöglichkeiten, vom gemeinsamen Fußballschauen über das Schnippeln und Zubereiten der Mahlzeiten in den Kochgruppen bis hin zum Ausrichten von Festen oder Basaren, zu denen immer auch externe Besucher eingeladen sind. „In dieser Einrichtung wohnen die Senioren nicht nur zusammen, sie kommunizieren und arbeiten auch intensiv miteinander. Jeder Bewohner hat eigene Aufgabenbereiche, und Genuss ist ein zentraler Bestandteil des Alltags“, fasst Sina Urban ihre Eindrücke zusammen.

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