Forschung -

Tag des Kaffee Das passiert im Körper beim Kaffee trinken

Zum Tag des Kaffees haben wir fünf spannende Informationen rund um das Röstgetränk und seine Wirkung zusammengestellt. Denn Forscher sind noch uneins, ob Kaffee nun gesund ist oder nicht.

Themenseite: Verpflegung

Schwarz, mit Zucker oder Milch – die Deutschen lieben Kaffee. 77.000 Tassen trinkt ein Erwachsener durchschnittlich in seinem Leben, das entspricht ca. 80 Vollbädern. Doch die Forscher sind gespalten, wenn es um die Frage geht, ob das Getränk aus Äthiopien dem Körper schadet oder nutzt. Denn das (sehr schwache) Nervengift Koffein dient Pflanzen z.B. als Fressschutz, indem es Insekten betäubt oder sogar tötet. Andererseits verhindern Inhaltsstoffe, die beim Rösten entstehen, dass freie Radikale in Körperzellen eindringen und schützen z.B. vor Hautalterung (sog. Antioxidanzien). Zum Tag des Kaffees haben wir fünf spannende Informationen rund um die Wirkung des Getränks zusammengestellt:

  1. Körper im Stressmodus
    Koffein imitiert ein Hormon, das den Nebennieren signalisiert, mehr Adrenalin auszustoßen. Die Nebennieren denken daher, dass eine Stresssituation vorliegt. Wer seinen Körper konstant auf hohem Koffeinlevel hält, kann permanent in dieser körperlichen Anspannung verweilen. Dieser Zustand wird auch "Koffeinismus“ genannt und kann Erschöpfung, Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit und Depressionen auslösen.
  2. Doping mit Koffein
    Koffein soll unter bestimmten Umständen sportliche Leistungsfähigkeit unterstützen. Erst 2004 wurde der Wirkstoff von der Dopingliste gestrichen.
  3. Kaffeetrinker leben länger
    Kaffeetrinker leben jedoch laut einigen Forschern länger. Männer haben ein um zwölf und Frauen ein um sieben vermindertes Risiko früher zu sterben. Denn Kaffee soll u.a. Herz-Kreislauferkrankungen und Krankheiten im Verdauungstrakt vorbeugen und das Risiko für Leber-, Brust- und Prostatakrebs, sowie Diabetes und Alzheimer senken.
  4. Tumorentstehung hemmen
    Wissenschaftler aus Dresden untersuchen die Wirkstoffe, die bei der Röstung entstehen: Melanoidine. Diese Moleküle können als Radikalfänger im Körper wirken. Sie bilden sich während der Röstung durch Umsetzung von Zuckern mit Aminosäuren, Peptiden oder Proteinen und sind verantwortlich für die braune Farbe des Kaffeegetränkes. Laut Forschern können Melanoide womöglich das Entstehen von Tumoren hemmen.
  5. Wirkung kann Stunden halten
    Kernspintomografie-Aufnahmen (vor und nach dem Konsum einer Tasse Kaffee) zeigen, dass der Blutfluss zum Gehirn um 45 bis 52 Prozent abnimmt. Der Drang zur Darmentleerung ist ein körpereigener Abwehrmechanismus gegen Gift. Bis Koffein vollständig abgebaut ist, kann es mehrere Stunden dauern.
© hcm-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen