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DEKRA-Expertentipp: Notfallpsychologie Damit der „Schock“ nicht krank macht

Wer am Arbeitsplatz ein traumatisches Erlebnis erleidet, muss schnell psychologische Hilfe erhalten. Wird frühzeitig ein notfallpsychologischer Service in Anspruch genommen, ist dies eine wesentliche Hilfe, damit Opfer von Arbeitsunfällen oder Übergriffen nicht aus der Bahn geworfen werden.

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Übergriffe am Arbeitsplatz und Arbeitsunfälle können zu tiefen psychischen Verletzungen führen – sei es, dass man selbst als Opfer betroffen ist, einen Unfall verursacht hat, als Helfer oder durch das Miterleben des Geschehens tangiert wird. Bei rund 20 bis 30 Prozent der Betroffenen treten langfristige psychische Beschwerden wie z.B. eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) auf, wenn keine fachgerechte Hilfe bereitgestellt wird. Arbeitgeber haben ihren Mitarbeitern gegenüber Fürsorgepflichten, die auch psychische Gefährdungen und Extremereignisse umfassen.

Zum persönlichen Leid der Betroffenen kommen wirtschaftliche Folgen für das Unternehmen: Folgeerkrankungen von traumatischen Ereignissen wirken sich erheblich auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aus. Psychische Erkrankungen ziehen lange Fehlzeiten und Behandlungen nach sich.

Manche Berufsgruppen sind erheblich gefährdet: Dazu gehören v.a. auch die Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Bei diesen Tätigkeiten empfehlen Experten daher, im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements auch einen notfallpsychologischen Dienst anzubieten.

Was passiert bei einem psychischen Trauma?

Denn allen Vorbeugemaßnahmen zum Trotz: Vor traumatischen Erlebnissen bei der Arbeit ist niemand sicher. Psychische Traumatisierungen durch Arbeitsunfälle, durch Bedrohungen, Überfälle oder gewalttätige Übergriffe können uns aus der Bahn werfen. Unmittelbar nach so einem psychisch belastenden Extremereignis können beim Betroffenen folgende Symptome auftreten:

  • Flashbacks,
  • Schlafstörungen und Albträume,
  • Rückzugs- und Vermeidungs­verhalten,
  • Gefühl der Hilflosigkeit, Selbstzweifel und Versagensängste,
  • Schreckhaftigkeit,
  • Wachsamkeit,
  • Gereiztheit, Aggressivität und Stimmungsschwankungen sowie
  • erhöhter Alkohol- oder Tabak­konsum.

All dies sind normale Reaktionen eines gesunden Menschen auf ein unnormales Ereignis. Notfallpsychologen unterstützen idealerweise frühzeitig, um solche Belastungsreaktionen zu lindern. Sie begleiten die Betroffenen auf dem weiteren Weg, sollten die Symptome auch nach mehreren Tagen immer noch auftreten. Wenn die Beschwerden nach zwei Wochen nicht abklingen, sollte jedoch professionell Hilfe in Anspruch genommen und eine Anschlussbehandlung veranlasst werden.

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