Datensicherheit -

Link11 Coronakrise lockt Hacker: Netzwerke kostenfrei sichern

Cyber-Kriminelle nutzen den Ausnahmezustand, um kritische Infrastrukturen u.a. im Gesundheitsbereich zu stören. Um das zu verhindern, bietet eine IT-Sicherheitsfirma bis September einen kostenfreien DDoS-Schutz für Einrichtungen im öffentlichen Sektor.

Topic channels: Datensicherheit und Coronavirus

Link11, IT-Sicherheitsanbieter im Bereich Cyber-Resilience, bietet seine DDoS-Schutzlösungen während der hoch ansteckenden Verbreitungsphase des Coronavirus allen Gesundheits-, Regierungs- und Bildungsorganisationen kostenlos an. DDoS steht für Distributed Denial-of-Service. Dabei werden mehrere Anfragen an eine Website gesendet, um ihre Kapazität zur Verarbeitung von Anfragen zu überlasten und so die Verfügbarkeit der Seite zu stören.

Cyber-Kriminelle nutzen digitale Ausnahmesituation aus

Cyber-Kriminelle versuchen zunehmend, das große öffentliche Interesse an COVID-19 auszunutzen. Der öffentliche Sektor ist besonders anfällig für Cyber-Attacken, und die Verfügbarkeit kritischer öffentlicher Infrastrukturen wichtiger denn je, da die breite Öffentlichkeit nach fundierten und glaubhaften Informationsquellen im Zusammenhang mit der Pandemie sucht. Regierungen auf der ganzen Welt ergreifen Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus zu stoppen, Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter nach Hause zum Arbeiten. Das wiederum führt zu einem erheblichen Anstieg des Internet-Traffics und einem steigenden Risiko für Cybercrime in Form von Social Engineering, CEO-Betrug, Ransomware oder DDoS-Angriffen.

Während des dreiwöchigen Zeitraums vom 17. Februar bis 9. März registrierte das Link11 Security Operation Center (LSOC) DDoS-Attacken, die sich insgesamt auf 20.349 Minuten (über 2.860 Stunden) summierten. Gegenüber den 15.612 Minuten, die im gleichen Zeitraum im Jahr 2019 registriert wurden, bedeutet das einen Anstieg um mehr als 30 Prozent.

Erhöhter Schutzbedarf für den öffentlichen Sektor

„Aktuell bedarf es nur minimalem Aufwand, um Server und Online-Dienste, die ohnehin sehr nachgefragt sind, mit DDoS-Attacken zu überlasten“, sagt Marc Wilczek, Geschäftsführer von Link11. „Angesichts der zugespitzten Bedrohungslage bietet Link11 öffentliche Gesundheitseinrichtungen, Behörden und Bildungsträgern Sicherheit durch seinen DDoS-Schutz an. Die Schutzlösung, die Teil der Link11 Cloud Security Plattform ist, erkennt und blockt DDoS-Attacken. Das Angebot ist kostenfrei und kann bis September 2020 genutzt werden.“

Hack auf das US-Gesundheitsministerium

Mitte März wurden die Server des US-Gesundheitsministeriums stundenlang mit DDoS-Attacken angegriffen, um damit „die Umsetzung der Regierungsmaßnahmen auf das Corona-Virus zu verlangsamen… Der Angriff zielte auf eine Überlastung der Server des Ministeriums durch millionenfache Anfragen innerhalb von Stunden. Die Behörden gehen davon aus, dass ein feindlicher ausländischer Akteur hinter diesen Angriff steht.

Die immer noch sehr weit verbreiteten On-Premise-Schutzlösungen und Load-Balancing-Tools sind nicht in der Lage, einzelne Webseiten, APIs oder Anwendungen in der Cloud gegen Layer-7-Attacken zu schützen. Die bösartigen DDoS-Datenfluten können großen Schaden anrichten und alles zum Stillstand bringen. Cloud-basierter DDoS-Schutz, wie die Link11 Cloud Security Plattform, nutzt künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Automatisierung und Echtzeiterkennung, um die Cyber-Resilienz von ganzen IT-Infrastrukturen und Applikationen zu stärken. Er ist sowohl in hybriden als auch in reinen Cloud-Umgebungen.

Für mehr Informationen zum kostenlosen DDoS-Schutz kontaktieren Sie Link11 über die Webseite.

© hcm-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen