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ZEQ Corona-Szenariorechner für Betten- und Personalbedarf

Wie lange reichen örtliche Betten- und Personalkapazitäten während der Coronakrise? Um Kliniken zu unterstützten, stellt Beratungsfirma ZEQ ein Prognosetool mit tagesaktuellen Infektionszahlen zur Verfügung.

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Die rasante Ausbreitung des Corona-Virus stellt das deutsche Gesundheitssystem innerhalb weniger Tage vor eine der größten Herausforderungen in seiner Geschichte. Zur Bewältigung der Krise bedarf es vor allem des Einsatzes der Ärzte und Pflegekräfte auf den Stationen. Um die Politik, Behörden und die Krankenhausmanager vor Ort dabei zu unterstützen, hat die Beratungsfirma ZEQ einen Szenariorechner zum Strukturbedarf im Rahmen der COVID-19-Pandemie entwickelt und stellt diesen ab sofort als Excel-Tabelle täglich aktualisiert zur Verfügung.

Das Tool kann auch regional unterschiedliche Entwicklungen prognostizieren. Dazu besteht für den Nutzer die Möglichkeit, aus drei verschiedenen Prognosevarianten zu wählen:

  1. Fallzahlen berechnen anhand des Bevölkerungsanteils: Dies ist die bisher verwendete Prognosebasis. Auf Basis des Bevölkerungsanteils im betrachteten Einzugsgebiet wird der erwartete Anteil an den Fallzahlen in Deutschland berechnet.
  2. Gebietsbezogene Fallzahlen: Hier kann auf Basis der COVID-19-Fallzahlen und der Bevölkerungszahl im jeweiligen Einzugsgebiet eine aktuelle Wachstumsrate für die Region abgeleitet werden, anhand derer der Rechner die Fallzahlentwicklung in den kommenden Tagen prognostizieren kann.
  3. Prognose auf Basis eines regionalen Ausgangswerts: Durch die Eingabe der aktuellen Fallzahl zum Zeitpunkt des Prognosebeginns und der Bevölkerungszahl im Einzugsgebiet wird eine schnelle, regional fokussierte Prognose ermöglicht. Für die Prognose können unterschiedliche Wachstumsraten genutzt werden. Als mathematische Basis dient die bundesweite Entwicklung, die regional angepasst wird. Die Prognosebasis "gebietsbezogene Fallzahlen" liefert eine noch stärker auf die Region zugeschnittene Prognose, benötigt aber detaillierteren Input.

Auf Basis der Daten der John Hopkins University zu den Fallzahlen in Deutschland prognostiziert der Rechner die Entwicklung der Pandemie in den nächsten drei Wochen für folgende Planungsgrößen:

  • Fallzahlen im Einzugsgebiet
  • Covid-19-Patientenzahlen Intensivstation
  • Covid-19-Patientenzahlen Normalstation
  • Voraussichtlicher Bedarf an ECMO-Behandlungsplätzen
  • Benötigte Schutzmasken zur Betreuung der Patienten
  • Personalbedarf pro 24h Intensivstationen
  • Personalbedarf pro 24h Normalstationen

Damit erhalten Krisenstäbe und Entscheider eine Orientierungshilfe für ihre Entscheidungen zum Personal- und Materialeinsatz in den kommenden Tagen und Wochen.

Zum Prognosetool 

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