Corona-Pandemie -

COV-ID Corona: Lockdown verkürzen durch Immunausweis

Die neue App "COV-ID" könnte das öffentliche Leben wieder ankurbeln. Sie bestätigt die eigene Immunität oder den Impfstatus gegen das Coronavirus. Auch als physische Hardcard ist der fälschungssichere Nachweis erhältlich. Ein erster Prototyp kann bereits getestet werden.

Themenseite: Corona-Pandemie

Mit Öffnung spezieller Geschäften sind die restriktiven Maßnahmen zur Corona-Krise gelockert worden. Ein Ende von Covid-19 ist trotzdem noch in weiter Ferne. Die zwei Unternehmer, Thomas Kalman und David Rost, könnten mit einer neuen Corona-App die Rückkehr zur Normalität beschleunigen. Die Idee ihres Prototyps COV-ID: Der Nachweis der eigenen Immunität erleichtert die sichere und kontrollierte Wiederaufnahme von Arbeit und Alltagsleben. Sobald die Immunisierung von Vorerkrankten bestätigt ist, kann die COV-ID-App mit einem fälschungssicheren Zertifizierungs-Mechanismus den Weg dazu öffnen. Das gilt ebenfalls für alle, die sich, wenn ein Impfstoff entwickelt sein sollte, vorsorglich immunisieren lassen.

So funktioniert der digitale Immunausweis

COV-ID jedem User eine eigene ID aus, ähnlich einer Personalausweis- oder einer Reisepassnummer – jedoch in Form eines per Smartphone scanbaren QR-Codes. Innerhalb der App verifiziert der Nutzer dafür im ersten Schritt seine Identität über ein zertifiziertes Verfahren und kann so seinen Immunitätsstatus laut seinem (von einem Arzt ausgestellten) Antikörper/Immunitäts-Befund oder seiner Impfschutzbestätigung abrufen. Die eingegebenen Informationen werden in der App in einen fälschungssicheren, nicht übertragbaren Immunitätsnachweis umgewandelt, den der Nutzer immer bei sich trägt. Es wird ebenfalls möglich sein, eine Karte oder einen Ausdruck der COV-ID bei sich zu führen.

Ein Äquivalent wird für Unternehmen angeboten, die sich nach einem entsprechenden Verifizierungsprozess in der Lage sehen, die COV-ID bzw. den QR-Code des Nutzers über eine bereitgestellte App zu prüfen und so den Immunitätsstatus zu validieren. Ausgegeben wird hierbei lediglich der Status grün oder rot (also immun oder nicht immun) – auf die Weitergabe personenbezogener Daten kann deshalb verzichtet werden. Entscheidend ist der Scan-Prozess und die Validierung beim Restaurant- oder Museumsbesuch, Einkäufen in Geschäften, der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und dergleichen mehr. Hier wird in einem Echtzeit-Abgleich gewährleistet, dass der Status des Nutzers aktuell ist und mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Ansteckungsgefahr von ihm ausgeht. Um zusätzlichen Schutz vor Missbrauch zu gewährleisten, könnte neben dem Status-Farbcode zum Beispiel auch das biometrische Passfoto ausgegeben werden, um so einen weiteren Abgleich zu ermöglichen.

„Im Gegensatz zu anderen Lösungsansätzen benötigt COV-ID nur wenige Datenschutz-relevante Informationen“, so Thomas Kalman. „COV-ID kann als digitale Zugangskontrolle sowohl von staatlicher als auch privater Seite eingesetzt werden. Bereiche des öffentlichen Lebens als auch der Arbeitswelt kann man so für bestimmte Gruppen wieder öffnen, ohne eine zusätzliche Gefahr für die Allgemeinheit bzw. Risikogruppen zu schaffen.“

Rückkehr zur Normalität

„Immunitätspässe“ wie die COV-ID App könnten ein Weg sein, um Menschen, die das Coronavirus bereits überstanden haben oder in Zukunft dagegen geimpft werden, schneller wieder am öffentlichen Leben teilhaben zu lassen. Mehrere Länder, darunter Großbritannien, prüfen aktuell diese Option. Auch deutsche Forscher bereiten derzeit eine Studie vor, in der festgestellt werden soll, wie viele Menschen bereits gegen das Covid-19-Virus immun sind. Anschließend sollen, so die Idee, amtliche Passierscheine ausgestellt werden, um diese Personen von den geltenden restriktiven Maßnahmen freizustellen. Eine App wie COV-ID könnte diesen Prozess digitalisieren und dafür sorgen, dass das Zertifikat immer dabei ist.

Besuche in Seniorenheimen und Kliniken wieder möglich

Damit würden Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen wieder möglich, auch Großveranstaltungen könnten wieder stattfinden und die gesamte Wirtschaft würde davon profitieren. Wichtig ist: Die COV-ID grenzt niemanden negativ aus – es gibt lediglich eine Positivbescheinigung und einen Abgleich auf deren Aktualität. Wer noch keine ID hat – oder keine will, das Zertifikat basiert auf Freiwilligkeit – dem kann nicht einfach unterstellt werden, dass er ansteckend oder krank ist. Die COV-ID bietet für die Rückkehr zur Arbeit und Normalität eine unaufwendige Lösung an, die zur Sicherheit aller beiträgt.

Prototyp kostenfrei testen

Um diese digitale Lösung für den Weg aus dem Lockdown zu ermöglichen, stellen die Unternehmer ihren Prototyp interessierten offiziellen Stellen unentgeltlich zu Verfügung.

Kontakt aufnehmen

© hcm-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen