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Notfallversorgung von Patienten in Hessen Clearing-Stelle soll Krankenhäuser bei Notfallversorgung unterstützen

Im Streit um die Notfallversorgung von Patienten in Hessen soll eine Clearing-Stelle Krankenhäusern künftig bei der Abrechnung von unklaren Fällen helfen.

Themenseite: Krankenhausfinanzierung

Alle Beteiligten seien sich bewusst, dass die Kooperation zwischen Rettungsdienst, niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern bei der Versorgung von Notfallpatienten verbessert werden müsse, erklärte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden nach einem Treffen mit der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenhausgesellschaft.

Notwendige Schritte seien vereinbart worden. Konkrete Ergebnisse nannte der Minister jedoch nicht.

In dem Konflikt geht es um neue Regelungen der Gebührenordnung, die seit April in Kraft sind. Kliniken bekommen für die Abklärung von Notfällen je nach Uhrzeit eine Pauschale von 4,74 oder 8,42 Euro.

Notfallmediziner hessischer Kliniken warnen, dass dadurch Gesundheit und Leben von Notfallpatienten in Gefahr geraten könnten. Umgerechnet blieben bei der Pauschale zwei Minuten Zeit für eine Entscheidung, ob ein Patient stationär aufgenommen werden muss oder ambulant bei einem Fach- oder Hausarzt behandeln werden kann. Die bei der Kassenärztlichen Vereinigung angesiedelte Clearing-Stelle soll nun bei unklaren Abrechnungsfällen die Krankenhäuser unterstützen.

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