Digitale Pflegedokumentation Christoph Lohfert Stiftung vergibt Lohfert-Preis 2019

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Ein digitales Dokumentationssystem verschafft Pflegekräften am AKH Wien heute mehr Zeit und steigerte die Qualität. Hierfür prämierte die Christoph Lohfert Stiftung die Klinik mit dem Lohfert-Preis und 20.000 Euro.

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    © Christoph Lohfert Stiftung/Fotograf: Michael Rauhe
    Die Preisverleihung 2019 (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski (Vorstand der Christoph Lohfert Stiftung), David Bayer (Preisträger 2019, AKH Wien), Sabine Wolf (Preisträgerin 2019, AKH Wien), Renate Hadi (Preisträgerin 2019, AKH Wien), Carolina Lohfert Praetorius (Vorstand der Christoph Lohfert Stiftung).
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    © Christoph Lohfert Stiftung/Fotograf: Michael Rauhe
    Foto der Preisträger des Lohfert-Preises 2019 (v.l.n.r.): Sabine Wolf (Direktorin des Pflegedienstes, AKH Wien), David Bayer (Leiter Abtl. Pflege- und Betriebsprozesse, AKH Wien), Renate Hadi (Pflegeberaterin, AKH Wien).

Entlastung der Pflegekräfte, mehr Zeit für Patienten und weniger Bürokratie – das sind die Ergebnisse eines Projektes im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien – medizinischer Universitätscampus (AKH Wien). Hierfür erhielt die Einrichtung am 17. September den Lohfert-Preis im Rahmen des 15. Gesundheitswirtschaftskongresses im Grand Elysée Hotel Hamburg.

Digitale Konzepte zur Entlastung der Pflege

Das Thema der Ausschreibung lautete in diesem Jahr „Mehr Zeit für den Patienten – digitale Konzepte zur Entlastung der Pflege“. Die Christoph Lohfert Stiftung vergab den mit 20.000 Euro dotierten Preis an das Wiener Pflegeprojekt „Vereinfachung und Vereinheitlichung der stationären Pflegedokumentation“. Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus dem Gesundheitswesen wählte den Preisträger aus 30 Bewerbungen aus.

Verschiedene Experten eingebunden

Das Projekt setzt sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammen, die bereits im AKH Wien umgesetzt worden sind. Ziel war es, die Inhalte in der Dokumentation nach dem Leitmotiv „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ auf den Normalstationen zu verschlanken, zu vereinheitlichen und auf eine digitale Pflegedokumentation umzustellen. Entscheidend für das Gelingen sei nach Angabe der Projektträger der partizipative und multiprofessionelle Zugang. Während der Erarbeitungsphase berieten eine Juristin, Qualitätsbeauftragte und Fachexperten von intern und extern das Kernteam von vier Pflegeberaterinnen.

Weglassen von Bürokratie beeindruckte Jury

Dr. Andreas Tecklenburg, Mitglied der Jury, begründet die Wahl des Preisträgers 2019: „Das ausgewählte Projekt hat durch seine kontinuierliche konsequente Vorgehensweise, die Pflegeplanung neu zu organisieren, zu vereinfachen und zu digitalisieren, großen Mut bewiesen. Besonders das „Weglassen von Bürokratie“ beeindruckte die Jury.Die nachhaltige Ausrollung in der gesamten Einrichtung sowie der Fokus auf die Patienten, die Pflege besonders nötig haben, entsprechen dem Kerngedanken der Christoph Lohfert Stiftung.“

Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski, Vorsitzender des Vorstands der Christoph Lohfert Stiftung, begrüßt die Entscheidung der unabhängigen Jury: „Mit der Wahl des Preisträgers 2019 hat die Jury ein vorbildliches Projekt ausgewählt, das durch seinen partizipativen und multidimensionalen Ansatz die Pflege enorm entlastet und mehr Zeit für den Patienten schafft.“

Über den Lohfert-Preis

Der Lohfert-Preis 2019 war zum Thema „Mehr Zeit für den Patienten – digitale Konzepte zur Entlastung der Pflege“ ausgeschrieben. Wie in den vergangenen Jahren sollten Projekte im Fokus stehen, die in diesem Sinn messbare Qualität am Patienten zeigen und umsetzen.Die Christoph Lohfert Stiftung prämiert und fördert mit dem Lohfert-Preis praxiserprobte und nachhaltige Konzepte, die den stationären Patienten im Krankenhaus, seine Bedürfnisse und Interessen in den Mittelpunkt stellen.

Thema des Lohfert-Preises 2020

Der Lohfert-Preis 2020 steht unter dem Titel „Messbare Innovationen zur Verbesserung der Patientensicherheit“. Bewerbungen für den Lohfert-Preis 2020 können ab Mitte Oktober dieses Jahres unter www.christophlohfert-stiftung.de eingereicht werden.Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 29. Februar 2020 und steht erstmals unter der Schirmherrschaft von Dr. Regina Klakow-Franck, Fachärztin für Gynäkologie und Expertin für Qualitätssicherung in der Medizin sowie stellvertretende Institutsleiterin des Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen.