Tarifvertrag Charité und ver.di haben sich geeinigt

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Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben sich Ende April 2016 auf den Tarifvertrag Gesundheitsschutz und Demografie verständigt. Jetzt liegt auch die Zustimmung der Gremien vor. Für die Charité war dies der Aufsichtsrat der Charité und für ver.di der Bundesvorstand. Der Tarifvertrag tritt somit ab sofort in Kraft.

Die Charité und ver.di haben sich geeinigt. – © Pixabay.com

Bundesweit einmaliger Abschluss: Die Charité und die Gewerkschaft ver.di haben sich nun auf den Tarifvertrag Gesundheitsschutz und Demografie geeinigt. Der wichtigste Bestandteil des Tarifvertrags ist die vereinbarte Mindestbesetzung im Bereich der Intensivpflege, der Kinderheilkunde und der stationären Erwachsenenpflege. „Mit diesem Tarifvertrag verbessern wir die personelle Ausstattung spürbar – was auch notwendig ist“, sagt der Ärztliche Direktor der Charité Prof. Dr. Ulrich Frei.  

Das sind die Regelungen

Im Bereich der Intensivpflege wendet die Charité eine hausinterne Qualitätsrichtlinie an, die nach dem Schweregrad der Patienten differenziert, aber im Mittel aller Intensivstationen eine Mindestausstattung von einer Pflegekraft für zwei Patienten festlegt. Für den Bereich der stationären Pflege wurde eine Verbesserung der Pflegepersonalausstattung um fünf Prozent vereinbart, die bei besonderen Belastungen auch von zusätzlichem Personal ergänzt wird.

Sandra Scheeres, Aufsichtsratsvorsitzende der Charité und Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, fügt hinzu: „Die Pflegekräfte stehen in Deutschland unter großer Belastung. Daher ist die Einigung an der Charité wegweisend und beispielgebend. Die Umsetzung ist jedoch für die Charité ein finanzieller Kraftakt. Wir brauchen endlich eine ausreichende Finanzierung für die notwendige Zahl an Pflegekräften. Hier sind die Gesundheitspolitiker auf Bundes- und Landesebene sowie die Krankenkassen in der Pflicht.“