Auszeichnung Bundesverdienstkreuz für Prof. Monika Führer

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Seit fast 20 Jahren engagiert sich Prof Monika Führer in der Kinderpalliativmedizin. Sie hat das Kinderpalliativzentrum am LMU Klinikum München mitgegründet. Dafür ist sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt worden.

Bundesverdienstkreuz Prof. Monika Führer
Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Prof. Dr. Monika Führer. – © LMU Klinikum, Andreas Steeger

Die Auszeichnung überreichte ihr der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler im Rahmen der jährlichen Kuratoriumssitzung des Fördervereins Kinderpalliativzentrum. „Sie sind die treibende Kraft in dem Bemühen, allen nicht heilbaren schwerstkranken Kindern Lebensqualität zu vermitteln und sowohl den Kindern als auch den Angehörigen eine bestmögliche Versorgung zu ermöglichen“, betonte Sibler. „Dank Ihres großen persönlichen Einsatzes (…) konnte ein einzigartiges und umfassendes Versorgungsangebot für Kinder und Jugendliche mit schweren, unheilbaren Erkrankungen und ihre Familien geschaffen werden. Ihr Engagement ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie wir mit unserem persönlichen Einsatz Menschen in äußerst schwierigen Situationen begleiten und unterstützen können.“

Tägliche Teamleistung mit unglaublichem Einsatz

„Das ist eine sehr große Ehre und eine Auszeichnung, die eigentlich an das gesamte Team des Kinderpalliativzentrums geht“, sagt Prof. Monika Führer. „Alle Kolleginnen und Kollegen des Zentrums arbeiten täglich mit allen ihren Fähigkeiten und enormem Engagement an dem Ziel, leidvolle Symptome wie Schmerzen oder Atemnot der Kinder zu lindern und die Belastung der Familien durch die schwere Erkrankung zu verringern.“

Jahrzehntelanges Engagement für die Kinderpalliativmedizin

Seit vielen Jahren setzt sich Führer für Kinder und Jugendliche mit schweren unheilbaren Krankheiten und ihre Familien ein, u.a. als Gründungsmitglied und Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Kinderpalliativmedizin in Bayern und Leiterin der Koordinationsstelle Kinderpalliativmedizin am LMU Klinikum. Seit 2009 hat sie die Professur für Kinderpalliativmedizin an der LMU inne und war maßgeblich am Aufbau des Kinderpalliativzentrums beteiligt, das sie seit 2016 leitet. Für ihr Engagement ist Führer bereits mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet worden.

Breitgefächerte Unterstützung für schwerstkranke Kinder und Jugendliche 

Im Kinderpalliativzentrum am LMU Klinikum ermöglicht ein multiprofessionelles Team Kindern und Jugendlichen mit schweren unheilbaren Krankheiten und ihren Familien die bestmögliche Therapie und Pflege sowie psychosoziale und spirituelle Unterstützung. Bis zu acht Kinder und ihre Familien können dort stationär betreut werden. Das ambulante Team versorgt zudem derzeit rund 70 Familien mit schwerstkranken Kindern in der häuslichen Betreuung.

Weitere Kernelemente des Kinderpalliativzentrums sind die multiprofessionelle Aus-, Fort- und Weiterbildung und Forschung in pädiatrischer Palliativmedizin sowie die Weiterentwicklung der Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen. In Deutschland leben derzeit etwa 20.000 Kinder und Jugendliche mit unheilbaren, zum Tode führenden Krankheiten; in Bayern sind es rund 3.000.