Versicherung -

Briefaktion zu Zusatzbeiträgen kommt Krankenkassen teuer zu stehen

2015 dürfen Krankenkassen von den Versicherten Zusatzbeiträge verlangen. Darüber müssen sie ihre Mitglieder per Brief informieren. Und das ist eine ziemlich teure Angelegenheit. Insgesamt könnte die Briefaktion 15 Millionen Euro an Versichertengeldern kosten.

Briefaktion zu Zusatzbeiträgen kommt Krankenkassen teuer zu stehen
Laut Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz müssen die gesetzlichen Krankenkassen ihre Mitglieder persönlich anschreiben, um diese über Zusatzbeiträge zu informieren. -

670.000 Euro – so viel dürfte die Briefaktion zum Zusatzbeitrag allein die AOK Plus kosten. Die Krankenkasse muss nach eigenen Angaben 670.000 Versicherte anschreiben, um wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, über den Zusatzbeitrag zu informieren. Hochgerechnet auf alle 52,43 Millionen Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wären das rund 15 Millionen Euro.

AOK Plus: Information in Mitgliederzeitschriften reicht nicht

Aus Sicht der AOK Plus ein Unding. "Wir hätten diese Information gern über unsere Mitgliederzeitschrift, die im Dezember erscheint, verbreitet. Aber der Gesetzgeber fordert die teuren Einzelanschreiben", sagt Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK Plus. Lieber hätte man das Geld "für die medizinische Versorgung ausgegeben".

Alle gesetzlichen Krankenkassen wurden vom Gesetzgeber im GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz (FQWG) verpflichtet, vier Wochen vor Änderung ihres Beitragssatzes ihre jeweiligen Mitglieder in einem gesonderten Schreiben über den jeweils neuen Beitragssatz zu informieren. Sie müssen auch auf Vergleichsangebote und den möglichen Wechsel zu einer anderen Krankenkasse aufmerksam machen.

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