Verpflegung Bio-Catering ist überall möglich

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Gesunde Ernährung ist in aller Munde, doch gerade in Healthcare-Einrichtungen kommt sie oft aus unterschiedlichen Gründen zu kurz. Doch die Veränderung der hauseigenen Küche hin zur frischen Bio-Küche ist gut möglich. Wie, erklärt Klaus Richter, Geschäftsführer bei Rebional, Bio-Gastronom für die Gemeinschaftsverpflegung.

Salate werden bei Rebional, wie alle andere Speisen auch, frisch zubereitet und haben Bioqualität. – © Bianca Flachenecker

Die Verpflegung des Speiseangebotes in Healthcare-Einrichtungen muss so gestaltet sein, dass sie qualitativ die Gesundung und Leistungsfähigkeit der Gäste steigert aber gleichzeitig für die Einrichtung der Häuser wirtschaftlich tragbar ist, sagt Klaus Richter, Geschäftsführer bei Rebional aus Herdecke. Der Bio-Gastronom hat sich auf komplexe Ernährungskonzepte u.a. für Krankenhäuser sowie Senioren- und Pflegeeinrichtungen spezialisiert. Das Unternehmen bereitet täglich rund 8.000 Essen zu, u.a. in Herdecke, einer der modernsten Bio-Großküchen Deutschlands ( HCM berichtete).

Wie kann Bio-Catering in Bestandsküchen realisiert werde?

„Bevor wir mit Kunden zusammenarbeiten, analysieren wir die bestehenden gastronomischen Bereiche wie Küchen, Cafeterien, Stationsversorgungen oder Restaurants. Danach zeigen wir Wege auf, wie durch Optimierung der Prozesse kostenneutral hochwertige Bioprodukte eingesetzt werden können“, erklärt Richter. „Wir helfen beim Küchenmanagement, gestalten mit neuen Impulsen die Einkaufsplanung oder koordinieren alle anderen Prozesse der Biospeisenversorgung in der Einrichtung. Wir haben es uns zur Philosophie gemacht, dass Rebional in allen Betrieben Bio-Lebensmittel einsetzt, wobei unser Kunde entscheidet, wie hoch die individuelle prozentuale Bio-Quote (möglich bis zu 100 Prozent) vertraglich festgelegt wird. Außerdem bieten wir Coachings und Trainingsmöglichkeiten als neue Impulse für die Mitarbeiter.“

Woher kommt die Überzeugung von Bio?

Der Ursprung der Bio-Küche von Rebional liegt in einer über vierzigjährigen Tradition der Klinikküche des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke. Lange bevor es Bio-Siegel in der EU gab, wurde laut Richter am Standort in Herdecke schon mit eigener Bewirtschaftung Gemüse, Obst und Fleisch aus natürlichem Anbau bzw. Aufzucht verarbeitet. Die Patientenverpflegung habe man in Herdecke schon immer als Teil der ganzheitlichen Therapie angesehen. Daher seien viele Rezepte von Rebional jahrelang erprobt und ausgereift. Im vegetarischen Bereich stehen beispielsweise bei Bratlingen über vierzig verschiedene Rezepte zur Verfügung. „Unsere Philosophie ist es, in allen Häusern biozertifizierte Produkte einzusetzen und Convenienceprodukte – mit Ausnahmen im Bereich Sonderkost, Obst und Sauerkonserven – nur bis zum Conveniencegrad 2 (garfertige Produkte) von 5 (verzehr-/tischfertige Produkte) zu produzieren“, sagt Richter. Der Einsatz von regionalen und saisonalen sowie frischen Lebensmitteln ist für Rebional das zentrale Handlungsmotiv beim Kochen.