Patienten helfen Patienten BG Kliniken: Auszeichnung für „Peers im Krankenhaus“

Wer ein Körperteil verliert, steht vor vielen Herausforderungen. Fragen zur neuen Lebenssituation beantworten am besten Menschen, die in der gleichen Situation sind. Hier setzt das Projekt „Peers im Krankenhaus“ an, das mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille geehrt wurde.

Peers im Krankenhaus
Patienten helfen Patienten beim Peer-Projekt, das nun mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille ausgezeichnet wurde. – © Natalie Schorr (stock.adobe.com)

Die Initiative „Peers im Krankenhaus“ (PiK) wurde durch die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille ausgezeichnet. Die DVfR ehrt mit dieser Medaille Personen oder Institutionen, die in der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung einschließlich Forschung Herausragendes geleistet haben.

Patienten unterstützen Patienten

Genau dafür steht das PiK-Projekt: Der Verlust eines Körperteils durch Amputation ist ein traumatisches Ereignis, das Patienten und Angehörige vor große Herausforderungen stellt. Manche Fragen zu der neuen Lebenssituation können am besten Menschen beantworten, die in der gleichen Situation waren. Menschen mit einer Amputation, die bereits wieder mitten im Leben stehen, wirken dabei als so genannte „Peers“ (engl. für Gleichgestellte).

Schirmherr Dr. Eckart von Hirschhausen

Die Initiative „Peers im Krankenhaus“ des AOK-Bundesverbands und der AOK Nordost, der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), des Bundesverbandes für Menschen mit Arm- oder Beinamputation (BMAB) und des BG Klinikums Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) unter Schirmherrschaft von Dr. Eckart von Hirschhausen hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses seit rund neun Jahren im BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin angewendete Verfahren deutschlandweit zu etablieren.

Die Laudatio hielt der Rehabilitationswissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Greitemann, Leiter der Münsterland Klinik. Dr. Melissa Beirau, Unfallchirurgin im Unfallkrankenhaus Berlin und Mitinitiatorin des Projektes sowie Dagmar Marth als aktive „Peer“ nahmen die Medaillen entgegen. Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, medizinischer Geschäftsführer der BG Kliniken, bedankte sich im Namen der beteiligten Institutionen für die Ehrung.