Bayern Bezahlbarer Wohnraum für Pflegekräfte

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Klaus Holetschek und Christian Bernreiter wollen die Themen Bauen und Gesundheit näher zusammenbringen. Unter anderem mit bezahlbarem Wohnraum für die Pflege in bayerischen Großstädten. Dabei soll auch das Zusammenspiel von Wohnumfeld und Wohlbefinden bedacht werden.

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Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek und Bauminister Christian Bernreiter wollen die Themen Wohnen, Bauen und Gesundheit stärker miteinander verzahnen. – © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek und Bauminister Christian Bernreiter haben ein gemeinsames Ziel: Gesundheit, Bauen und Wohnen vereinen. Unter anderem soll das mit neuen bezahlbaren Wohnraum für Pflegekräfte in bayerischen Großstädten gelingen. Außerdem sollen Krankenhäuser energieeffizienter und damit klimafreundlicher werden.

Wertschätzung soll sich auch im Wohnangebot zeigen

Holetschek betonte: „Mit bezahlbarem Wohnraum können wir Pflegekräfte wirkungsvoll unterstützen. Das ist wichtig, um mehr Menschen für diesen Beruf zu gewinnen. Auch für Pflegekräfte aus dem Ausland ist die Wohnungssuche in Bayern häufig schwierig. Hier müssen wir gemeinsam Lösungen finden, wenn wir die Pflege für die Zukunft besser aufstellen wollen.“ Bauminister Bernreiter ist die Schaffung von Wohnraum für Pflegekräfte ebenfalls ein großes Anliegen: „Wir haben uns während der Corona-Pandemie mit Applaus bei den Pflegerinnen und Pflegern bedankt, aber es ist wichtig, dass diese Anerkennung auch dauerhaft erfolgt. Bezahlbarer Wohnraum ist da ein ganz wichtiger Baustein. Es ist daher eines meiner ersten Anliegen als Bauminister, die Situation am Wohnungsmarkt für Pflegekräfte zu verbessern.“

Der Bund ist gefragt

Bernreiter fordert ein neues Förderprogramm vom Bund: „Laut Koalitionsvertrag will die Ampel-Koalition jährlich 400.000 neue Wohnungen bauen, davon 100.000 öffentlich geförderte“, sagte Bernreiter am Freitag, 4. März 2022. Es sei wichtig, dass davon v.a. auch die Pflegerinnen und Pfleger profitieren. „Ein neues Förderprogramm für Pflegepersonal würde genau an der richtigen Stelle ansetzen und wäre ein Anreiz für die Kommunen, für diesen Zweck Flächen bereitzustellen“, sagt Bernreiter.

Wie Wohnen und Gesundheit vereint werden sollen

„Der Wohnraum und auch das Wohnumfeld haben Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, auf unsere Entwicklung und unsere Produktivität. Wir müssen das Bauen deshalb ganzheitlich betrachten und das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner und Bewohnerinnen im gesamten Planungs- und Bauprozess berücksichtigen – angefangen beim Standort, der Form des Baukörpers und den verwendeten Materialien bis hin zum Raumklima und dem Wohnumfeld“, betonte Bernreiter.

Holetschek setzt zudem auf mehr Umwelt- und Ressourcenschutz beim Bau und Ausbau bayerischer Krankenhäuser. Es sei wichtig, dass sich die Treibhausgasbilanz von Krankenhäusern deutlich verbessere. „Nach Schätzungen könnte der CO2-Ausstoß allein in bayerischen Krankenhäusern durch energetische Verbesserungen um rund eine Million Tonnen jährlich reduziert werden“, prognostizierte der Gesundheits- und Pflegeminister. Dabei betonte Holetschek die Rolle der „Green-Hospital-Initiative“. Holetschek wünscht sich zudem eine „Sonderförderung von 500 Millionen Euro“. So soll der Klimaschutz im Krankenhausbereich in ganz Deutschland nachhaltig zu verankert werden können.