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AOK Baden-Württemberg Bessere Versorgung nach zehn Jahren Hausarztvertrag

Seit zehn Jahren gibt es die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) der AOK Baden-Württemberg. Der Hausarzt ist dabei erster Ansprechpartner für alle medizinischen Fragestellungen. Er koordiniert die Behandlung und überweist den Patienten bei Bedarf an Fachärzte, Therapeuten oder ins Krankenhaus. Die AOK hat nun ein Fazit gezogen.

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Weniger Krankenhaustage für Herzpatienten, weniger Amputationen bei Diabetikern und koordiniertere Facharztbesuche - so lautet das Fazit der AOK Baden-Württemberg nach zehn Jahren Hausarztzentrierter Versorgung (HZV).

Den Untersuchungsergebnissen der Universitäten Frankfurt am Main und Heidelberg zufolge, die am Dienstag (09.10.2018) in Berlin vorgestellt wurden, ist auch das Sterberisiko geringer als in der Regelversorgung. Im Zeitraum von 2012 bis 2016 seien nach einem statistischen Überlebenszeitmodell 1.700 Todesfälle vermieden worden - allerdings seien in dem Modell nicht alle Einflussfaktoren für das Überleben von Patienten erfasst.

Bei den HZV-Verträgen geht es darum, dass die Hausärzte erste Anlaufstelle für die Patienten sind, laut einem AOK-Sprecher sollen sie diese als Lotsen leiten. An dem Programm im Südwesten nehmen mittlerweile fast 5.000 Haus- und Kinderärzte sowie 2.500 Fachärzte und Psychotherapeuten teil. 1,6 Millionen Menschen hätten die entsprechende Versicherung.

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