Pflegekammer -

Landespflegekammer Rheinland-Pfalz Berufsordnung ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Stärkung und Entwicklung des Berufsstandes!

Die 15. Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz tagte auf dem Bildungscampus Koblenz. Dort wurde u.a. Matthias Moritz als neuer Geschäftsführer vorgestellt.

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Laut Aussage des Präsidenten der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Dr. Markus Mai, sei eine grundlegende Novellierung des deutschen Pflegesystems notwendig. Hierfür müsse auch genauer definiert werden, welchen Bereich die professionelle Pflege überhaupt abdecken soll. Pflegefachpersonen müssten sich immer noch viel zu oft anhören, dass „Pflege jeder kann“. Dr. Mai ist der Meinung, dass eine Berufsordnung erarbeitet und umgesetzt werden muss, um diesen Trugschluss aus der Welt zu schaffen. „Dies schafft ein neues Selbstbewusstsein in der Pflege und führt weiterhin dazu, dass Pflegefachkräfte für ihren unermüdlichen Einsatz die verdiente Anerkennung bekommen. Daher freue ich mich umso mehr, dass wir bei der Ausarbeitung unserer Berufsordnung weitere Fortschritte machen. Als Sprachrohr der ca. 40.000 professionell Pflegenden in Rheinland-Pfalz sorgen wir somit für einen professionellen Rahmen, auf dessen Grundlage unsere Mitglieder in Zukunft handeln können“, erklärt Mai.

Bei der ersten Vertreterversammlung in diesem Jahr begrüßte Dr. Mai den neuen Geschäftsführer der Landespflegekammer, Matthias Moritz. Zuvor war Moritz stellvertretender Pflegedirektor beim Westpfalz-Klinikum in Kaiserlautern.

Nachdem in den letzten Jahren eine umfassende Auseinandersetzung mit der Thematik „Gewalt gegen Pflegebedürftige“ geführt wurde, hat sich eine Arbeitsgruppe nun auch mit dem Aspekt der Gewalt gegen beruflich Pflegende auseinandergesetzt. Nachdem das Thema „Gewalt gegen Pflegefachpersonen“ lebhaft diskutiert wurde, wurde anschließend ein entsprechendes Positionspapier verabschiedet, in dem

  • Ein besserer Schutz vor Gewalt,
  • Aufklärung für Pflegekräfte,
  • Ausbau der Hilfstelefone und
  • einheitliche Hilfestrukturen für Pflegefachpersonen gefordert werden.
 

Pflegefachpersonen stellen laut Dr. Mai die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen dar und diese Gruppe müsse geschützt werden, um die Versorgung der Pflegeempfänger gewährleisten zu können. „Daher fordern wir neben einem unabhängigen, einheitlichen Meldesystem eine gewaltpräventive Führungskultur sowie eine Stärkung der Rechte von Pflegefachpersonen. Jeder Beschäftigte hat ein Recht auf angstfreies Arbeiten und körperliche Unversehrtheit, das sollte selbstverständlich sein.“, erläutert Mai weiter.

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