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Patientströme digital steuern Bericht aus dem Corona-Testcenter am Bürgerspital Solothurn

Die Zahl der Covid-19-Verdachtspatienten nimmt zu und die Solothurner Spitäler AG (soH) rüstet sich mit angepassten und digitalisierten Prozessen für einen verstärkten Besuch ihrer Testcentren.

Topic channels: Corona-Pandemie und Healthcare global

Im Bürgerspital im schweizerischen Solothurn sorgt ein kontaktloses Anmelde- und Aufruf-Management für eine Minimierung persönlicher Kontakte unter den wartenden Testpersonen und verringert so die Infektionsgefahr. Durch bedachte organisatorische Maßnahmen muss zudem niemand mehr beim Warten der Witterung ausgesetzt sein. Das in Solothurn eingesetzte System ist eine speziell auf die aktuelle Situation hin variierte Lösung des bewährten Patientenmanagements des führenden Mannheimer Spezialisten für innovative Sicherheits- und Patientenmanagementlösungen.

Die Corona-Fallzahlen steigen aktuell trotz eingeleiteter Gegenmaßnahmen weiter an. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, hat die Spitalleitung in Solothurn entschieden, eine vom regulären Klinikbetrieb abgetrennte Corona-Teststation aufzubauen. Um den Anfordernissen des Infektionsgeschehens Rechnung zu tragen, wurde unter der Prämisse eines optimalen Prozesses und auch zum Schutz des Fachpersonals ein digitales Anmelde- und Aufrufsystem installiert: Die Anmeldung erfolgt kontaktlos, jede Testperson erhält am Welcome- bzw. Aufnahme-Terminal eine Papiermarke mit der Aufrufnummer. Warteschlangen können nicht entstehen, da die Patienten die Wahl haben, entweder in einem der beiden Wartezelte oder auch im eigenen Auto auf dem Parkplatz zu warten. Der Aufruf zum Test erfolgt anhand der Nummer auf der Wartemarke über die Aufrufmonitore in den Wartezelten und über die große LED-Leinwand, die am Vordach des Spitals angebracht und auf den Parkplatz ausgerichtet ist.

Corona Test Center Management

Sicherheit, Transparenz und Komfort wachsen

Optional kann am Welcome-Terminal auch die Handynummer angegeben werden, damit der Aufruf per SMS erfolgt. Im nächsten Schritt wird den Testpersonen auch die voraussichtliche Wartezeit mitgeteilt. Von der Überlegung zur Lösung und Umsetzung dieser Variante der Opasca Workflow Suite waren es nur wenige Wochen. Wovon bereits das ambulante Patientenmanagement des 2020 neu errichteten Bürgerspitals Solothurn profitiert, bestätigt sich auch für das Fachpersonal des Corona-Testzentrums: Die Prozesse werden digital abgebildet, sind somit jederzeit verfügbar und der direkte Kontakt ist auf das wesentliche beschränkt.

Weitere Lösungen für Corona-Anforderungen

Das sogenannte Corona Test Center Management ist eine Variante der Workflow Suite, der digitalen Patienten- und Workflowmanagement-Lösung. Weitere wesentliche Funktionalitäten für die besonderen Anforderungen der aktuellen Pandemie-Situation sind

  • eine in das Aufnahmeterminal integrierte Temperaturmessung, um Personen mit Fieber automatisch zu priorisieren oder möglichst von anderen Wartenden zu trennen, und
  • eine Lösung für das Patientenmanagement von Impfzentren.

Wie bei jeder anderen Workflow-Lösung des genannten Anbieters werden Prozesse des Patientenmanagements nicht nur digitalisiert, auf Basis der durch die Interaktion entstehenden Daten können weitere Optimierungen der Abläufe vorgenommen werden: Ist z.B. ein Ansturm von Testpersonen innerhalb eines Zeitraumes wiederkehrend zu verzeichnen, können die Kapazitäten und Ressourcen entsprechend koordiniert werden. Anhand der Anzahl der Wartenden lässt sich ferner ableiten, ob in Verbindung mit den Öffnungszeiten auch noch alle Tests vorgenommen werden können – und diese Information kann dann rechtzeitig kommuniziert werden.

Ein durchdachtes Workflow-Management kann den Alltag in Kliniken jeder Größe bedeutend erleichtern: Werden die Arbeitsabläufe zusammen mit den Termin- und Patienteninformationen transparent in Echtzeit erfasst und digital für jedermann verfügbar abgebildet, werden die Prozesse effizienter.

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