Pandemie Bayern will Niedergelassene der Anästhesie für Klinikeinsätze gewinnen

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Corona-Pandemie

Weil die bayerischen Krankenhäuser weiter besonders stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden, bittet Landes-Gesundheitsminister Klaus Holetschek niedergelassene Anästhesistinnen und Anästhesisten um vorübergehende Hilfe. Denn neben Pflegekräften fehlten mancherorts auch Fachärzte.

In Bayern sollen Niedergelassene der Anästhesie in Kliniken aushelfen. – © Yakobchuk Olena (stock.adobe.com)

Unterstützt wird der Aufruf an Anästhesisten und Anästhesistinnen des Ministers Holetschek von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und dem Landesverband Bayern des Bundesverbands der Deutschen Anästhesisten. „In Krankenhäusern sind die Abteilungen für Anästhesiologie und Intensivmedizin ganz besonders in der Behandlung von COVID-Kranken gefordert und maßgeblich an der Beherrschung des Pandemiegeschehens beteiligt“, betonen die Vorstände beider Vereinigungen in dem gemeinsamen Aufruf. Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen könnten daher mit ihrem Fachwissen vor Ort „wertvolle Hilfe“ leisten.

Die Finanzierung des Einsatzes der vertragsärztlich tätigen Anästhesisten in bayerischen Krankenhäusern hätten das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege und die KVB bereits im Rahmen einer Abrechnungsvereinbarung geklärt, betont Holetschek. Medienberichten zufolge soll das Honorar der Anästhesisten zwischen 130 und 200 Euro pro Stunde liegen, abhängig davon, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten gearbeitet wird.

Interessierte Niedergelassene können sich laut Staatsministerium an die KVB wenden. Der genaue Einsatzort werde dann zwischen den Medizinern und Medizinerinnen und dem jeweiligen Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung gemeinsam vereinbart.