Krankenhausplanungsausschuss Bayern stärkt Krankenhausversorgung

Die Krankenhausversorgung in Bayern wird laut Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek zukunftsfest gemacht. Der Krankenhausplanungsausschuss stelle dafür wichtige Weichen.

Krankenhausversorgung
Krankenhausplanungsausschuss stellt Weichen für die zukünftige bayerische Krankenhausversorgung. – © vipman4 (stock.adobe.com)

Die Beschlüsse aus dem Krankenhausplanungsausschuss betreffen Krankenhäuser sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen und sollen „eine flächendeckende und hochwertige Krankenhausversorgung“ zur Verfügung stellen, betont Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek. Gerade in Pandemiezeiten sei es wichtig, Träger zu unterstützen, wenn sie ihre Kapazitäten bei entsprechendem Bedarf erweitern wollen. „Der Krankenhausplanungsausschuss hat in seiner Sitzung insbesondere mehr Kapazitäten in der Psychiatrie und der Psychosomatik beschlossen.“ So werde die psychosomatische Versorgung bayerischer Patientinnen und Patienten nachhaltig gesichert.

In den Fachrichtungen Psychiatrie und Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie wurden landesweit insgesamt 42 zusätzliche Betten und 56 Plätze an neun Standorten genehmigt. Durch den Ausbau der tagesklinischen Kapazitäten könne die wohnortnahe Versorgung der Patienten und Patientinnen in Bayern weiter ausgebaut werden. Es wir z.B. die Kirinus Tagesklinik München-Nymphenburg um 24 Plätze in der Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen erweitert und Übernahme von 22 Betten der Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Klinik St. Irmingard.

Erweiterung somatischer Kapazitäten

Auch in den somatischen Krankenhäusern werden Kapazitäten erweitert. Neben Bedarfsfeststellungen für Baumaßnahmen an der Asklepios Klinik Bad Tölz und dem Klinikum Landsberg am Lech stimmte der Krankenhausplanungsausschuss einer Erweiterung der Planbettenzahl um 20 Betten auf 185 Planbetten bei der Klinik Naila zu und billigte die Erhöhung um zwölf Betten auf nun 127 Betten bei der Fachklinik Osterhofen.

Daneben wurden die Aufnahme von zehn weiteren Betten für die Schmerzmedizin am Benedictus Krankenhaus Feldafing sowie von 16 tagesklinischen Plätzen für die Behandlung von Schwindel, Gang- und Gleichgewichtsstörungen an der Schön-Klinik Bad Aibling in Aussicht gestellt.

Ausbau akutgeriatrischer Versorgung

Durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wurden auch 41 neue akutgeriatrische Betten anerkannt. Außerdem wurde einer Bedarfsfeststellung für 20 teilstationäre Plätze an einer akutgeriatrischen Tagesklinik der München Klinik Schwabing sowie 15 teilstationären Plätzen an der akutgeriatrischen Tagesklinik am Krankenhaus Neuwittelsbach zugestimmt. Damit verfügt Bayern inzwischen über 112 Akutgeriatrien mit etwa 2.800 Betten sowie acht akutgeriatrische Tageskliniken, die über 173 Plätze verfügen.

„Mit den getroffenen Beschlüssen haben wir, auch unter Beachtung des demografischen Wandels, die Grundlage für eine zukunftsfeste Krankenhausversorgung weiter verbessert“, erklärte Holetschek.