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Bayern: Der Basisfallwert für das Jahr 2015 steht fest

Der Basisfallwert für das Jahr 2015 steht in Bayern fest. Damit ist auch klar, wie viel Geld den Kliniken im Freistaat für das laufende Jahr zur Verfügung steht. Eine wichtige Einigung zwischen Kliniken und Krankenkassen steht aber noch aus.

In Bayern steigt der landesweite Basisfallwert für Krankenhäuser 2015 von 3.188 im Jahr 2014 auf 3.255,50 Euro für das laufende Kalenderjahr. Darauf haben sich die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) jetzt geeinigt.

Für die stationäre Behandlung von rund drei Millionen Patienten in den Kliniken Bayerns stehen damit für das laufende Jahr knapp zehn Milliarden Euro zur Verfügung. Gegenüber den Vorjahren ist das eine Steigerung, denn 2014 standen rund 9,4 Milliarden Euro zur Verfügung, 2013 waren es etwa 9,2 Milliarden Euro.

So viele Kliniken rechnen in Bayern nach dem Basisfallwert ab

Nach dem Basisfallwert rechnen in Bayern rund 330 Kliniken ab. BKG und ARGE bezeichneten die Einigung als einen für beide Seiten problematischen, aber annehmbaren Kompromiss.

Die Kliniken müssen nun mit den Krankenkassen vor Ort vereinbaren, welche und wie viele stationäre Behandlungen sie im kommenden Jahr voraussichtlich erbringen und mit dem landesweiten Basisfallwert abrechnen werden.

Die Rolle des Basisfallwerts im DRG-Vergütungssystem

Der landesweite Basisfallwert ist die Stellschraube für den größten Ausgabeposten der Krankenkassen. Auf Klinikseite entscheidet er über den weitaus größten Teil der Erlöse. Im DRG-Vergütungssystem bestimmt er den Preis für eine Krankenhausbehandlung mit durchschnittlichem Aufwand. Je nach Schwierigkeitsgrad der Behandlung wird der Wert mit einem Faktor multipliziert, der dann den Rechnungsbetrag ergibt. So beträgt zum Beispiel der Faktor für die komplikationslose Entbindung rund 0,5. Für einen schwerstverletzten Patienten mit wochenlanger Intensivbehandlung und Beatmung kann dieser Wert bis zu 60 betragen.

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