dpa News -

Warnstreiks Bayerisches Krankenhauspersonal protestiert gegen Arbeitsbedingungen

Aus Protest gegen die oftmals schlechten Arbeitsbedingungen an Krankenhäusern hat die Gewerkschaft ver.di bundesweit das Klinikpersonal zu Warnstreiks aufgerufen.

Themenseite: Tarifverträge

An der zweitägigen Aktion beteilige sich auch Krankenhauspersonal aus Bayern, sagte Robert Hinke, ver.di-Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales am Dienstag in München (Anmerkung der Redaktion: 10.10.2017). Es sei jedoch nicht bezifferbar, wie viele Personen sich beteiligten.

«Wir begleiten die Koalitionsverhandlungen, damit niemand die Personalnot in den Krankenhäusern vergisst und Union und Grüne an ihre Wahlkampfversprechen erinnert werden», betonte Hinke. Ver.di erwarte, dass die Personalausstattung der Kliniken auch zu einem der zentralen Eckpunkte der Koalitionsverhandlungen von Union, FDP und Grünen in Berlin gemacht werde.

Überstundenberge, das Ignorieren von Pausen und fortwährendes Einspringen aus der Freizeit seien längst nichts Außergewöhnliches, sondern die Regel. «Die Personaldecke ist auch in den bayerischen Krankenhäusern extrem dünn.» Nach Erhebungen von ver.di fehlen in Bayern etwa 21.000 Stellen, allein 10.000 in der Pflege.

Lokale Aktionen gibt es laut ver.di im Freistaat am Klinikum Augsburg, an den Kreiskliniken Günzburg-Krumbach, bei den Helios Amper Kliniken in Dachau, bei der Sozialstiftung Bamberg, dem Klinikum Aschaffenburg und an der Klinik Eichstätt. Ferner solle es in Bad Wörishofen eine Demonstration und Kundgebung anlässlich der dortigen Tagung der bayerischen Krankenhausdirektoren geben.

© hcm-magazin.de 2017 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen