Wohnprojekt "Festland" Barrierefreie Sanitärausstattung

Zu einem durchdachten Wohnkonzept gehört auch die Barrierefreiheit in den Sanitärräumen. In der Hamburger HafenCity entstand eine Einrichtung mit Vorbildfunktion.

Wohnprojekt Festland
Das Wohnprojekt „Festland“ in der Hamburger HafenCity. – © Geberit

Die gemeinnützige Organisation Hamburg Leuchtfeuer realisierte in Hamburg ein ungewöhnliches Wohnhaus für junge, chronisch erkrankte Menschen. „Festland“ heißt das Gemeinschaftswohnprojekt mit 27 Ein-, Zwei- sowie Dreizimmerappartements.

Ulf Bodenhagen, Geschäftsführer von Hamburg Leuchtfeuer, und Jeannine Kontny, die als Bereichsleiterin für das Projekt zuständig ist, betonen: „Festland bietet jungen Menschen eine Heimat, die trotz körperlicher Einschränkungen selbstbestimmt in einer eigenen Wohnung leben möchten.“ Das komplette Gebäude ist barrierefrei gebaut. Eine intelligente Gebäudetechnik mit z.B. Fernbedienung für Heizung, Fenster, Lampen sowie Wohnungs- und Haustüren unterstützt die Bewohner und Bewohnerinnen.

Barrierefreie Sanitärbereiche

Auch bei der Planung der barrierefreien Sanitärräume wurde das Augenmerk auf ausgeklügelte Sanitärtechnik gelegt. Die Sanitärausstattung hierzu lieferte Geberit. Bei der Gestaltung der Grundrisse und der Auswahl der Produkte bezog der Bauherr potenzielle künftige Bewohnende mit ein.

Bei der Bemusterung der Sanitärkeramik war eine Rollstuhlfahrerin als Testerin dabei. Dafür wurden Waschtisch Renova Comfort Square und das spülrandlose Wand-WC Renova Comfort installiert. Der Waschtisch mit seinem Unterputz-Siphon lässt sich bequem unterfahren. Die Keramik ist so geformt, dass sie sich leicht greifen lässt, um sich festzuhalten oder heranzuziehen. Das Becken besitzt eine erhöhte Zone, die als Ablagefläche z.B. für Waschzeug oder Rasierutensilien dienen kann. Alle Keramiken besitzen die Spezialglasur KeraTect, die laut Hersteller einfach und effizient sauber gehalten werden kann.

henverstellbare Toiletten

In den Wohnungen wurden höhenverstellbare Renova Comfort WC mit rechteckiger Aussparung und einer größeren Ausladung montiert. Diese erleichtern es Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern, sich vom Stuhl auf die Toilette umzusetzen. Stützklappgriffe sind nur in den zwei öffentlich zugänglichen Sanitärräumen im Haus bereits eingebaut. Die nötigen Montageplatten in der Wand sind allerdings in allen Bädern vorgerüstet, sodass sich die Griffe inklusive Fernauslösung bei Bedarf einfach nachrüsten lassen.

Wer möchte, steigt auf ein Dusch-WC um

Damit bei Bedarf auf ein Dusch-WC gewechselt werden kann, wurde bei der Montage dafür gleich eine Zuleitung installiert. Dazu werde dann der WC-Sitz durch den Dusch-WC-Aufsatz AquaClean Tuma ausgetauscht. Ein Dusch-WC sorge für ein besonderes Gefühl der Frische und Sauberkeit durch die Reinigung mit Wasser nach dem Toilettengang. Ein sehr wichtiger Vorteil für Menschen mit Bewegungseinschränkungen: auf diese Weise können sie die Toilettenhygiene ohne fremde Hilfe bewerkstelligen. Die Steuerung der Komfortfunktionen über eine Fernbedienung trägt ihren Teil dazu bei.

Installationssysteme für schnelle und sichere Montage

Auch hinter der Wand wurden Geberit-Produkte eingesetzt: Das selbsttragende Vorwand-Installationssystem Duofix verbirgt sich hinter Waschtischen und WCs, für das höhenverstellbare WC mit den Montageplatten für Stütz- und Haltegriffe gibt es ein Duofix-Spezialelement für barrierefreie Bäder.

Hamburg Leuchtfeuer

Das „Unternehmen Menschlichkeit“ bietet wertschätzende und lebenswerte Angebote. Diese sind:

  • Aufwind: Menschen mit HIV oder mit weiteren chronischen Erkrankungen psychosozial begleiten mit einem Team von neun Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.
  • Hospiz: Menschen mit unheilbaren Erkrankungen den Raum für ein Leben mit ihrer Krankheit und für einen würdevollen Abschied bieten.
  • Lotsenhaus: Dreiklang-Angebot von Bestattung, Bildung und Trauerbegleitung seit rund 15 Jahren.
  • Festland: Wohnprojekt für junge chronisch kranke Menschen.

Darauf sollte bei Sanitärräumen in Pflegeeinrichtungen geachtet werden:

  • Sauberkeit und Hygiene (reinigungsfreundlich, hygienische Oberflächen und Materialien)
  • Sichere Lösungen für höchste Trinkwasserqualität (z.B. Stagnationspotenzial)
  • Vielfältige Lösungen für barrierefreie Sanitärräume vor und hinter der Wand
  • Wirtschaftliche Systeme
  • Platzsparende Installationen
  • Durchdachte Lösungen für schnellen Baufortschritt
  • Brand- und Schallschutz
  • Hohe Verfügbarkeit und Liefersicherheit
  • Langlebige, nachhaltige Produkte (Nachkaufgarantie und Ersatzteilsicherheit)