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Bayern Ausländische Ärzte: Gut die Hälfte fällt durch Sprachtest

Mehr als die Hälfte der ausländischen Ärzte, die in Bayern neu arbeiten wollen, spricht dafür nicht gut genug Deutsch und ist im vergangenen Jahr durch den Sprachtest gefallen.

Mehr als die Hälfte der ausländischen Ärzte, die in Bayern neu arbeiten wollen, spricht dafür nicht gut genug Deutsch. 2017 haben von insgesamt 510 Prüfungsteilnehmern aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland 52 Prozent den Sprachtest nicht bestanden, berichtete die bayerische Landesärztekammer Anfang Januar 2018. Vor allem die medizinische Fachsprache sei ein Problem für Zuwanderer, sagte der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Max Kaplan.

Viele Prüfungsteilnehmer hätten beträchtliche Schwierigkeiten, ihren Befund so zu formulieren, dass andere Mediziner ihn richtig verstehen. Doch auch Patienten hätten „ein Recht darauf, ihren Arzt zu verstehen“, erklärte Kaplan.

In Bayern arbeiten derzeit rund 7.700 Ärzte, die keinen deutschen Pass haben. Das sind etwa zwölf Prozent aller berufstätigen Mediziner im Freistaat. Seit April 2017 führt die Ärztekammer Sprachtests durch, die schwerer zu bestehen sind als frühere Prüfungsverfahren. Ein Vergleich der Bestehensquoten sei nicht möglich, hieß es von der Kammer. Vor der Einführung des neuen Prüfverfahrens seien aber „sicher auch Ärzte ins System gekommen, die nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen“, sagte Kaplan. Er forderte Krankenhäuser und Praxischefs auf, „Kollegen aus dem Ausland bei der sprachlichen Qualifizierung zu unterstützen“.

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