Hochschulen Ausgaben für Universitätsmedizin steigen

Im ersten Pandemiejahr haben die Universitäten deutlich mehr für ihre Gesundheitseinrichtungen ausgegeben als noch 2019. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Kostensteigerung
Die Universitäten haben für ihre Gesundheitseinrichtungen acht Prozent mehr ausgegeben als 2019. – © xyz+ (stock.adobe.com)

In ihren medizinischen Einrichtungen einschließlich Gesundheitswissenschaften haben die Universitäten für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung laut Destatis 31,5 Milliarden Euro aufgewendet. Das sind acht Prozent mehr als 2019 und somit prozentual die höchste Ausgabensteigerung 2020.

Anstieg der Ausgaben um sechs Prozent

Insgesamt haben die Hochschulen 64,4 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung ausgegeben – ein Anstieg um sechs Prozent. Mit 37,2 Milliarden Euro und einem Plus von ebenfalls sechs Prozent sind die Personalausgaben der größte Ausgabenposten der Hochschulen. Sie machen 2020 wie in den Vorjahren rund 58 Prozent der Gesamtausgaben aus. Die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand erhöhen sich um vier Prozent auf 21,3 Milliarden Euro und die Investitionsausgaben um 13 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

Einnahmen um fünf Prozent gestiegen

Mit einem Plus von fünf Prozent sind die Einnahmen der Hochschulen 2020 etwas weniger stark angestiegen als die Ausgaben. Sie belaufen sich auf 34,5 Milliarden Euro. Der Anteil der eigenfinanzierten Ausgaben liegt wie in den Vorjahren bei 54 Prozent. Die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen erhöhten sich dabei um sechs Prozent auf 23,2 Milliarden Euro. Das Gros, 96 Prozent dieser Einnahmen, haben die medizinischen Einrichtungen, u.a. als Entgelte für die Krankenbehandlung, beigetragen.