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Innovationspartnerschaft Ausbau der Spitzenmedizin am Marienhospital Stuttgart

Das Marienhospital Stuttgart und das Gesundheitsunternehmen Philips haben eine über zehn Jahre angelegte strategische Zusammenarbeit vereinbart. Ziel ist u.a. die Sicherstellung der ganzheitlichen Patientenversorgung.

Themenseite: Medizintechnik

Das Großprojekt des Marienhospitals Stuttgart und dem Gesundheitsunternehmen Philips umfasst die Erneuerung und Weiterentwicklung des Geräteparks in der bildgebenden Diagnostik und der damit verbundenen Digitalisierungsstrategie. Weitere Säulen der Partnerschaft bilden zwei Innovationsprojekte des Marienhospitals:

  • die Implementierung einer Lösung für die digitale Pathologie mit dem Ziel, Qualität und Effizienz bei Diagnose, Behandlung und Prävention verschiedener Krankheiten einschließlich Krebserkrankungen zu optimieren sowie
  • die mittelfristige Neukonzipierung der Notfallmedizin des Hauses.

In verschiedenen Beratungsprojekten sollen begleitend aktuelle Behandlungsstrukturen und -pfade analysiert werden. So sollen sich Einsparpotenziale identifizieren sowie die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität insgesamt verbessern lassen. Die gemeinsam erarbeiteten bedarfsgerechten Technologiekonzepte sollen der Klinik laut Philips eine gute Planbarkeit der Kosten bei gleichzeitiger Investitionssicherheit in allen Bereichen sichern. 

"Technologiesprünge" geplant

Markus Mord, Geschäftsführer des Marienhospitals, erläutert: "Durch die Langfristigkeit unserer Partnerschaft wird unser Krankenhaus an den zukünftigen Technologiesprüngen in der Gesundheitsversorgung nicht nur teilhaben, sondern führend sein. Dadurch können wir unseren Patienten Diagnose- und Therapieverfahren bieten, die stets den neuesten Standards entsprechen. Wir leben Medizin und haben dabei immer das Wohl unserer Patienten im Fokus." 

Peter Vullinghs, Market Leader Philips DACH, präzisiert dabei die Rolle von Philips: „Als Lösungsanbieter sind wir darauf spezialisiert, unseren Kunden auf dem Weg zu begleiten, ganzheitliche Versorgungskonzepte entlang des Behandlungspfads für seine Patienten einzurichten. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre vertrauensvoller Zusammenarbeit. Durch neue, höchst innovative Ansätze werden wir eine Steigerung der medizinischen Versorgungsqualität im Sinne der Patienten auf gesamter Ebene herbeiführen.“    

Verlässliche Diagnose durch digitale Pathologie  

Eines der beiden Kernelemente in der Zusammenarbeit ist die oben genannte Neugestaltung der Pathologie und ihrer Arbeitsprozesse. Zugunsten eines effizienten digitalen „Workflows“ kündigen die beiden Innovationspartner an, Mikroskope und gläserne Objektträger sukzessive durch Hochleistungs-Computerarbeitsplätzen zu ersetzen. "Bei der digitalen Pathologie werden spezielle Objektträger in hochauflösende digitale Bilder umgewandelt. Diese können dann gleichzeitig verwaltet, angezeigt, analysiert, kommentiert und mit den klinisch tätigen Kollegen im Tumorboard besprochen werden. Die Diagnose und deren Diskussion kann direkt am Computerbildschirm erfolgen," erläutert Dr. Hans-Ulrich Markmann, leitender Arzt am Institut für Pathologie des Marienhospitals, das Vorgehen. "Der Patient erhält so schneller Klarheit, und auch die Therapie kann umgehend eingeleitet werden", so der Mediziner weiter. 

Der Austausch digitalisierter Objektträger ermögliche zusätzlich virtuelle Konsile mit Experten anderer Krankenhäuser. Kompetenz-Netzwerke dieser Art bündeln die Erfahrungen von in der Klinik tätigen Medizinern und die Kenntnisse ihrer forschenden Kollegen. Die Beteiligung von Medizinern mehrerer Fachrichtungen gewährleistet die hohe Qualität der nachfolgenden Behandlung.         

Klinik für Notfallmedizin  

Die Klinik für Notfallmedizin spielt eine zentrale Rolle im Versorgungskonzept des Marienhospitals. Eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus Vertretern beider Partner, hat den Ist-Zustand und das Entwicklungspotenzial dieser vor dem Hintergrund eines ganzheitlichen Versorgungsansatzes betrachtet. Teil der Beurteilung waren u.a. die aktuellen Arbeitsbedingungen des Personals, die Patientensicherheit, die Prozesse und Abläufe sowie die technische Ausstattung. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in die bauliche Neuplanung und Konzeption einfließen.          

Radiologie der Zukunft

Das ganzheitlich angelegte Partnerschaftsmodell beinhalte außerdem die Neuausrichtung der Radiologie. Abläufe und Prozesse innerhalb der Radiologie werden von der Einrichtung analysiert und neu definiert. Anschließend soll die diagnostische Ausstattung schrittweise erneuert und erweitert werden. "Durch die Technologiepartnerschaft wachsen unsere Gerätelandschaft und die IT im Bereich Radiologie noch stärker zusammen", prognostiziert der Erste Ärztliche Direktor Prof. Dr. Markus Zähringer. Im Fokus stehe dabei das Ziel, die Untersuchung für den Patienten möglichst angenehm zu gestalten: keine langen Wartezeiten und ein Höchstmaß an diagnostischer Sicherheit.

Philips sorgt daneben für die Beschaffung, Installation, Wartung (einschließlich Updates und Upgrades) und den Service der Großgeräte. Außerdem besteht die Verpflichtung, die Verfügbarkeit aller Geräte unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung des Marienhospitals zu gewährleisten.    

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