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Finanzen Asklepios veröffentlicht Konzernabschluss 2019

Mehr Patienten, steigende Umsätze und erhöhte Investitionen in Digitalisierung und technische Ausstattung. Der Konzernabschluss der Asklepios Kliniken zeichnet ein positives Bild. Doch der Ausblick 2020 trübt die Stimmung, denn die staatlichen Regelungen werden nicht ausreichen, um die finanziellen Einschnitte auszugleichen.

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Die Asklepios Kliniken haben im Geschäftsjahr 2019 Umsatzerlöse und die Zahl der behandelten Patienten trotz eines herausfordernden regulatorischen Umfelds gesteigert. Hohe Investitionen in die medizinische Ausstattung und die Mitarbeiter sollen die Basis für eine solide Entwicklung für die Zeit nach der Corona-Pandemie bilden. Das geht aus dem jüngst veröffentichten Konzernabschluss 2019 hervor.

Kennzahlen 2019 im Überblick

2019 2018 Veränderung
Konzernumsatz 3.537,3 Mio 3.407,9 Mio. + 3,8 %
EBIT 240,8 Mio 244,2 Mio Kennzahlen durch erstmalige Anwendung des neuen Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" nur bedingt mit Vorjahr vergleichbar.
Patienten 2.497.095 2.265.603 + 10,2 %
Vollzeitkräfte 36.265 35.327 + 938 Mitarbeiter

Getrieben wurde die steigende Patuientenzahl durch einen deutlichen Anstieg der ambulanten Fallzahlen in Höhe von 14,6 Prozent auf 1.822.406 Patienten (Vorjahr: 1.590.377). Die Zahl der stationären Patienten zeigte sich hingegen nahezu unverändert: 2019 waren es 674.689 stationäre Fälle nach 675.226 im Vorjahr (- 0,1 Prozent).

"Besonders erfreulich ist, dass immer mehr Menschen uns ihr Vertrauen schenken und wir bei den Fallzahlen zweistellig wachsen. Hier zahlen sich unsere hohen Investitionen in die Kliniken, die moderne medizinische Ausstattung sowie unsere Mitarbeiter aus", sagt Kai Hankeln, CEO des Asklepios Konzerns. Asklepios war mit hohen Investitionen im operativen Bereich gut gerüstet für die Auswirkungen der Corona-Pandemie bzw. für die Zeit danach. 2019 hat Asklepios EUR 325,8 Mio. (Vorjahr: EUR 341,9 Mio.) insbesondere in innovative technische Ausstattung und die Digitalisierung des Gesundheitswesens investiert.

Übernahmeangebot an Rhön-Klinikum

Trotz der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie forciert Asklepios die strategische Ausrichtung, die mit dem Übernahmeangebot an die Aktionäre der Rhön-Klinikum AG (RKA) einhergeht. Im Februar hat Asklepios angekündigt, die von Rhön-Gründer Eugen Münch und Asklepios gehaltenen Aktien an der RKA in einer Joint-Venture-Gesellschaft zu bündeln. Münch bringt rund 7,6 Prozent der Rhön-Aktien unmittelbar in das gemeinsame Joint-Venture ein und verkauft rund 12,4 Prozent der Rhön-Aktien an Asklepios, die diese Aktien ebenso in das Joint Venture einbringen wird. Asklepios hat die Angebotsunterlage für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der Rhön-Klinikum AG am 8. April 2020 veröffentlicht.

Ausblick 2020 

Die Corona-Krise wird 2020 das bestimmende Thema für den Gesundheitssektor bleiben. Die finanziellen Auswirkungen sind im Einzelnen noch nicht absehbar. Geplante Operationen wurden verschoben, um Intensivbetten für mögliche Corona-Fälle freizuhalten. Dies belastet zusätzlich zu den nicht aufgehobenen regulatorischen Anforderungen den Cashflow. " Das aktuelle Geschäftsjahr wird in jedem Fall herausfordernder als das Jahr 2019. Umso wichtiger ist es, dass wir strategisch gut aufgestellt sind und gemeinsam die richtigen Entscheidungen treffen. Unsere Investitionen der vergangenen Jahre bilden eine gute Basis für die bevorstehende Zeit. Asklepios trägt als privater Gesundheitskonzern einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise bei und konnte kurzfristig zusätzliche Intensivkapazitäten aufbauen. Wir waren dadurch in der Lage, auch europäische Patienten zu behandeln und konnten ein wichtiges Zeichen der europäischen Zusammenarbeit setzen. Gleichwohl wird auch Asklepios die Auswirkungen der Corona-Krise ergebniswirksam spüren, da die im COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz verabschiedeten Regelungen nicht ausreichen werden, diese Einschnitte auszugleichen", betont Hankeln.

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