Preisverleihung Asklepios Klinik Wandsbek gewinnt Deutschen Change Award 2021

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Nachhaltigkeit

Neben dem Fachkräftemangel und dem systembedingten, wirtschaftlichen Druck, gibt es zahlreiche weitere Einflussfaktoren und Herausforderungen, denen es zu begegnen gilt. Das Projekt „Reset Wandsbek“ hat das Ziel, diese externen und internen Anforderungen zu sortieren und strukturiert nachhaltige Lösungsansätze zu implementieren.

(v.l.n.r.) Dr. Ralph Diensthuber, Programmdirektor IOM, Frau Dr. Martina Oldhafer, Bord Member ICMG, Catharina Schlaeger, Geschäftsführerin Asklepios Klinik Wandsbek und Kai Hankeln, CEO Asklepios Kliniken. – © Deutscher Change Award

„Wir sind beeindruckt von dieser breiten Implementierung des Change Managements in die vorhandenen Projektstrukturen eines Hauses. Damit wurde nicht nur die Grundlage für ein planvolles und werteorientiertes Vorgehen geschaffen, sondern es werden zugleich alle Projekte eines Hauses über alle Berufsgruppen hinweg von diesem Ansatz erfasst. Mehr Nachhaltigkeit geht nicht“, sagt Felix Dorn, Board Member der ICMG (Initiative Change Management im Gesundheitswesen), die alljährlich den Deutschen Change Award verleiht.

Orientierung an New-Work-Struktur

Philosophie des Projektes ist die gemeinsame Erarbeitung von nachhaltigen Lösungsansätzen, unabhängig von Berufsgruppen und Hierarchiestufen unter Beteiligung der Mitarbeitenden. Aufgebaut wird auf einem offenen, transparenten und wertschätzenden Umgang, um auf Augenhöhe konstruktiv den Fokus auf die Zielfindung zu richten. Die an New Work orientierte Projektstruktur sieht vor, dass die Mitarbeiter stets mitgenommen werden. Sie selbst werden gehört, bearbeiten die Themen und arbeiten aktiv an den Veränderungsprozessen mit. Das Interesse der Mitarbeitenden ist trotz Freiwilligkeit sehr groß, so dass mittlerweile mehr als 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv im Rahmen des Projektes die Entwicklung gestalten.

Meinung der Belegschaft ist gefragt

Die Projektstruktur sieht die eigenständige Bearbeitung vielfältiger Themen in fünf Teams vor, die interdisziplinär besetzt sind – von der Pflegekraft auf Station, über Ärzteschaft,  Therapie,  Fachleute der Servicebereiche sowie weiteren Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen, die für die einzelnen Sachverhalte benötigt werden. Die Namen der Teams (Menschen, Portfolio, Zahlen, Kommunikation, Strukturen & Prozesse) sind bewusst gewählt, da die gemeinsame Bearbeitung im Fokus steht. „Arbeitsgruppen“ wären dem nicht gerecht geworden. Es geht um das Wir-Gefühl dahinter. Die übergeordnete Projektmanagerin im Klinikum sorgt für Transparenz zwischen den Teams und sichert die Koordination.

Alle Mitarbeiter innen und Mitarbeiter der Klinik können wie im Lean Change Management jederzeit relevante Themen über das Kernteam in das Projekt einbringen, die dann in den jeweiligen Teams bearbeitet werden. Zur Unterstützung steht den Teams eine Toolbox zur Verfügung, die ihnen u.a. kreative Arbeitsformate für die Sitzungen an die Hand gibt. „Ein erfolgreiches Change Management beruht immer auf einer abgestimmten Rollenverteilung und den geeigneten Prozess- und Veränderungswerkzeugen. Wer diese richtig einsetzt, ist auch in der Lage, Kennzahlen im Auge zu behalten und damit die angestrebte Nachhaltigkeit zu erreichen“, erklärt Dr. Martina Oldhafer, Vorsitzende der Fachjury und Board Member der ICMG. Innerhalb des Projekts wurden bereits über 120 Veränderungsprozesse angestoßen.