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Primavera Aromapflege: Neues Rechtsgutachten schafft Klarheit

Klare rechtliche Bedingungen und eine fundierte Weiterbildung - dafür setzt sich Primavera, Aromaölhersteller aus dem Allgäu, ein. Denn wer mit Ölen am Patienten arbeitet, trägt auch die Verantwortung. Ob Pflegende die wohltuenden Düfte auf Vorrat mischen dürfen, klärte nun ein neues juristisches Gutachten.

Themenseite: Fort- und Weiterbildung

Damit möglichst viele Pflegekräfte Aromaöle einsetzen und Pflegebedürftige von der wohltuenden Wirkung profitieren können, engagiert sich der Allgäuer Bio-Pionier Primavera für eine fundierte Weiterbildung und klare rechtliche Bedingungen in der Aromapflege. Die Ergebnisse eines neuen Rechtsgutachtens sind ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg. Es stellt klar: Pflegefachkräfte dürfen Aromaöle selbst auf Vorrat mischen.

Schon in einer ersten im vergangenen Jahr veröffentlichten juristischen Beurteilung hatte der von Primavera beauftragte Gesundheitsrechtler Prof. Hans Böhme deutlich gemacht, dass das Mischen von Aromaölen kein Inverkehrbringen im Sinne der EU-Kosmetikverordnung ist, solange der Hersteller (also z.B. Primavera) kein Vermischungsverbot vorsieht oder explizit vor dem Mischen warnt. In einem weiteren, jetzt erschienenen Gutachten bekräftigt er die Rechtsauffassung, dass Pflegefachkräfte unter Beachtung der Sorgfaltspflicht (Hygiene, Kennzeichnung, Dokumentation) auch auf Vorrat mischen dürfen. Dieser Punkt war bis dato nicht im Detail geklärt gewesen.

Wie Böhme im aktuellen Gutachten weiter ausführt, dürfen jedoch nur sicherheitsbewertete Rezepturen auf Vorrat gemischt und eingesetzt werden. Weil dies für die meisten Gesundheitseinrichtungen allerdings deutlich zu aufwändig ist, hat Primavera eine spezielle Sammlung sicherheitsbewerteter Rezepte für Aromapflegende erstellt. Die dort aufgeführten Rezepturen können problemlos von weitergebildeten Fachkräften auf Vorrat gemischt werden.

Aromapflege als komplementäre Pflegemaßnahme etablieren

Die vielfältigen Wirkweisen der Öle bereichern sowohl die Grundpflege als auch die therapiebegleitende Pflege. Sie helfen, den Gesamtorganismus in der Krankheit zu unterstützen und das ganzheitliche Wohlbefinden der Patienten und Pflegebedürftigen zu fördern. Das Anwendungsspektrum reicht von Mund- und Körperpflege über Waschungen und hautpflegende Einreibungen bis hin zu Wickeln und Raumbeduftung.

Fundierte Ausbildung in der Aromapflege

Primavera setzt sich zudem für einen höheren Ausbildungsstandard in Aromatherapie und -pflege ein. Zwar existiert eine ganze Reihe seriöser Ausbildungsanbieter und -formate, einheitliche Regelungen fehlen aber. Allein das zeitliche Spektrum in den Lehrplänen reicht vom Wochenendseminar bis zur mehrere 100 Stunden umfassenden Modulausbildung mit Facharbeit und Abschlussprüfung vor einem ärztlich geleiteten Fachgremium.

"Wer mit ätherischen Ölen arbeiten will, muss wissen, was er tut", so Primavera-Mitgründerin Ute Leube. "Deswegen war es uns von Anfang an ein wichtiges Anliegen, fundiertes Expertenwissen zur Wirkkraft der ätherischen Öle zu vermitteln. Deswegen haben wir in den 90-er Jahren die Primavera Akademie gegründet." Die Primavera-Weiterbildung zum Aromaexperte umfasst mehr als 300 Stunden. Der Lehrplan wird ständig aktualisiert und den geltenden rechtlichen Grundlagen angepasst. Eine abschließende Facharbeit sowie eine ärztlich begleitete Abschlussprüfung unterstreichen den Qualifikationsanspruch.

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