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Social Media für Kliniken, Reha und Pflege, Teil 3 Arabien nach Berlin holen

Sie ist der Big Player der Branche: die Facebook-Seite der Paul Gerhardt Diakonie International mit mehr als 32.000 Fans. Ihr Ziel ist es, ausländische Patienten für den Gesundheitsstandort Berlin und ihre Häuser zu begeistern. Dafür wird sogar auf Arabisch gepostet.

Topic channels: Social Media und Health&Care International

Wenn ein Unternehmen eine Facebook-Seite einrichtet, steht zu Beginn immer die Frage: Wo sitzt die Zielgruppe? Im Falle der Paul Gerhardt Diakonie musste die Social-Media-Verantwortliche Martina Conradt ihren Blick weit über die Grenzen Europas hinaus richten – in den Nahen und Mittleren Osten. Von dort stammen rund 70 Prozent der Fans. „Wir, als Abteilung für internationale Patientenbetreuung aller Häuser der Paul Gerhardt Diakonie, haben es uns zum Ziel gesetzt, mit dem Facebook-Auftritt Medizintouristen v.a. aus arabischen Ländern auf unsere Leistungen und den Gesundheitsstandort Berlin aufmerksam zu machen“, erklärt Conradt. Sie betreut die Seite seit dem Start 2011 und ist somit auch für die Posts zuständig.

Diese sind bei PGD International, so der Name der Seite, teilweise dreisprachig – Deutsch, Englisch und Arabisch. Für Letzteres steht Conradt ein Übersetzer zur Verfügung, englische Texte erstellt sie selbst. Eine Menge Arbeit für einen Post. Aber nur so kann sie Themen aus Deutschland in die Welt hinaustragen. Dabei geht es Conradt nicht nur um medizinische Themen. „Ich teile am liebsten Zeitungsartikel über unsere Einrichtungen, aber auch über gesellschaftlich Relevantes wie Flüchtlinge oder das internationale Filmfestival“, erklärt Conradt. Ob das inhaltlich zu einer Facebook-Seite passt, die u.a. Krankenhäuser vertritt? Ja, denn es passt zur Strategie, die dahinter steckt – eine medizinische Behandlung in den eigenen Häusern interessant machen für die Welt. Da gehört es auch dazu, potenziellen Patienten z.B. aus Nordafrika oder Weißrussland das Land zu erklären, in dem sie vielleicht ihre nächste OP auf sich nehmen werden.

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