Datensicherheit -

Digitales Gesundheitsnetzwerk AOK Nordost setzt Empfehlungen des bvitg um

Der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. hat eine Handlungsempfehlung für die Implementierung von Aktenschnittstellen erarbeitet. Diese legt den Fokus v.a. auf den Austausch von Dokumenten- und Bilddaten. Die AOK Nordost hat diese Empfehlung nun umgesetzt.

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„Einheitliche Standards erleichtern die Vernetzung aller Leistungserbringer. Nur wenn die genutzten Schnittstellen eine Sprache sprechen, kann die Anbindung reibungslos funktionieren. Deshalb sehen wir uns von den Empfehlungen des bvitg auf unserem Weg bestärkt, das Digitale Gesundheitsnetzwerk weiterhin an den Grundpfeilern des IHE auszurichten“, erklärt Nico Schwartze, Leiter des Digitalen Innovationsmanagements bei der AOK Nordost.

Der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. hat in der Publikation „Die Empfehlung zur Interoperabilität bei Aktenschnittstellen“ häufig genutzte Standards für die Implementierung von Aktenschnittstellen erarbeitet. Die Grundlage bilden dabei die Vorgaben, die die internationalen Initiative „Integrating the Healthcare Enterprise“ (IHE) definiert hat. Die AOK Nordost setzte nun folgende IHE-Profile in den AOK-Modellprojekten ein:

  • Dokumentenaustausch mit Hilfe des Integrations-Profils „Cross-Enterprise Document Sharing (XDS)“, das das Verstehen und Zusammenführen unterschiedlicher Begriffe ermöglicht.
  • Sichere Authentifizierung mittels „Audit Trail and Node Authentication (ATNA)“ Sicherheitsprotokollen. Sie machen für Leistungserbringer und Patient nachvollziehbar, wer zu welchem Zeitpunkt Einsicht in die Patientenakte genommen hat, und
  • Digitales Vertrags- und Rechtemanagement via „ Advanced Patient Privacy Consents (APPC)“. Dadurch können Patienten in Form eines Versorgungsszenarios für jedes einzelne Dokument entscheiden, welcher Akteur oder welche Gruppe Zugriff hat.
 

Der bvitg empfiehlt sowohl eine zentrale als auch dezentrale Haltung der medizinischen Daten. Die AOK setzt mit dem Digitalen Gesundheitsnetzwerk auf ein Mischmodell aus zentraler und dezentraler Datenhaltung. Die Daten bleiben grundsätzlich dort, wo sie erhoben werden – also auf den Servern von Ärzten und Krankenhäusern. Sie können aber, nach Freigabe durch den Patienten, von allen Beteiligten eingesehen werden. Zusätzlich wird ein zentraler Speicher für die Daten der Versicherten bereitgestellt. Gemeinsam mit dem größten Berliner Klinikkonzern Vivantes baut die Gesundheitskasse mit der Techniker Krankenkasse gerade eine einheitliche Schnittstelle zum sicheren Austausch von Patientendaten aus.

Weitere Downloads zu diesem Artikel
  • Empfehlung Aktenschnittstellen (PDF, 166 kB)

    Empfehlung zur Interoperabilität bei Aktenschnittstellen. Erarbeitet durch die Projektgruppe „Aktenschnittstelle“ des bvitg e. V. mehr

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