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Fachübergreifende Zusammenarbeit Am RKH Klinikum Ludwigsburg gibt es ein neues Intensivmedizinisches Zentrum

Positive Erfahrungen aus der Corona-Pandemie haben das RKH Klinikum Ludwigsburg veranlasst, zwei bislang organisatorisch und fachlich getrennte Intensivstationen zu einer fachübergreifenden, großen Einheit zusammenzuführen.

Corona-Patienten, die wegen eines schweren Krankheitsverlaufs auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, haben meist weitere Erkrankungen und müssen deshalb interdisziplinär behandelt werden. Im Zuge der Pandemie wurden die intensivpflichtigen Covid19-Patienten am RKH Klinikum Ludwigsburg auf einer separaten Covid-Intensivstation isoliert und interdisziplinär betreut. Auf einer zweiten Intensivstation wurden alle anderen intensivpflichtigen Patienten, egal ob chirurgische oder internistische Patienten, behandelt. So ergab sich laut der Einrichtung, dass auch diese Patienten von einem interdisziplinären Team behandelt werden mussten. Diese positive Erfahrung habe dazu veranlasst, die bislang organisatorisch und fachlich getrennten Intensivstationen zu einer fachübergreifenden, großen Einheit zusammenzuführen.

Gemeinsam die Versorgung optimieren

"Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir mit der gemeinsamen Arbeit der einzelnen Spezialisten in einem interdisziplinären Zentrum für Intensivmedizin zu einer Optimierung der Patientenversorgung beitragen", sagt Dr. Monica Bürle, die bisher als Oberärztin für die Intensivstation der Anästhesiologischen Klinik unter Leitung des Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Götz Geldner zuständig war. Gemeinsam mit Derin Tülay, die als Oberärztin für die Intensivstation der kardiologischen Klinik unter Leitung des Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Christian Wolpert verantwortlich war, wird sie als Sektionsleitung das neue Zentrum für Intensivmedizin am Ludwigsburger Klinikum leiten.

Interdisziplinäre Teams und interdisziplinäre Leitung

Auf den beiden nun als Zentrum vereinten Intensivstationen arbeitet nun jeweils ein fachübergreifendes ärztliches und pflegerisches Team unter interdisziplinärer Leitung. Damit werde auf beiden Stationen die gesamte Palette intensivmedizinischer Leistungen angeboten. Ein weiterer Vorteil dieser Zusammenführung und fachübergreifenden Arbeit sei der permanente, gegenseitige Wissensaustausch. Dieser verbessert laut dem RKH Klinikum Ludwigsburg die ärztliche und pflegerische Weiterbildung. Dies biete zudem die Möglichkeit einer Personalrotation und damit einer größeren Flexibilität in der Personaleinsatzplanung. "Sowohl fachlich als auch organisatorisch wird durch das fachübergreifende Zentrum die Intensivmedizin im RKH Klinikum Ludwigsburg auf eine breitere Basis gestellt, wovon letztendlich neben den Mitarbeitern insbesondere die Patienten profitieren", sagt Bürle.

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