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Lesetipp Alzheimer: Essen gegen das Vergessen

Die Anzahl der Menschen, die an Alzheimer erkranken, steigt. Doch laut Autorin Amy Berger muss das nicht sein. Denn Auslöser für den geistigen Abbau ist oft ein einfacher Ernährungsfehler. Wie man sich vor der Krankheit schützen kann.

Themenseite: Alzheimer und Demenz

Demenz gilt als unheilbar, doch Patienten sind dem geistigen Abbau nicht hilflos ausgeliefert, wenn es nach Ernährungsspezialistin Amy Berger geht. Sie erklärt in ihrem neuen Buch „Der Alzheimer Kompass“ wie eine kohlehydratreiche Ernährung die Krankheit auslösen und verschlimmern kann. Denn Zucker und Insulin können dabei nicht ausreichend abgebaut werden und lagern sich als Eiweiß-Plaque im Gehirn ab. Nicht umsonst wird das Leiden auch als „Typ-3-Diabetes“ bezeichnet.

Alzheimer: Studienergebnisse machen Mut

Dieses Buch liefert einen leicht umsetzbaren Ansatz, der sich für alle eignet, die bereits erkrankt sind oder sich schützen möchten. Leser erwarten ausführliche Hintergründe zur Krankheitsentstehung, verständlich erklärte chemische Zusammenhänge und aktuelle Studien, die vielen Hoffnung machen dürften. Außerdem holt die zertifizierte Ernährungsberaterin das „böse“ Cholesterin von der Lebensmittel-Strafbank und erklärt den Nutzen für Prozesse im Gehirn.

Fett statt Zucker bei Demenz

Zudem gibt sie zahlreiche Ernährungstipps. So widmet sie ganze Kapitel einzelnen Nahrungsmittelgruppen wie Fett, Milchprodukte oder Kohlehydrate. Auch Lebensstil und Nahrungsergänzungsmittel behandelt Berger ausführlich. „Was wir essen, tritt in Wechselwirkung mit unserem Erbgut und verändert in jedem Moment die Genexpression zum Besseren oder Schlechteren. Von diesem Standpunkt aus sind die Ernährungstipps umso wertvoller“, erläutert Neurologe Dr. David Perlmutter in seinem Vorwort zum Buch.

Ein Hinweis an Pflegende

In der Einleitung wendet sich die Autorin speziell an Pflegende, die täglich die Auswirkungen der steigenden Patientenzahlen spüren. Sie kritisiert, dass aus wirtschaftlichen Gründen oft Lebensmittel mit hohen Stärkeanteil in Einrichtungen auf den Tellern landen (Kartoffeln, Weizenbrötchen, Marmelade, …) und fordert, dass die Ernährung mehr Gewicht erhält. „Vielleicht können wir noch etwas gegen den Anstieg dieser furchtbaren Krankheitsbilder unternehmen, auf die konventionelle Pflegemodelle bisher keine Antwort haben“, so Berger.

Fazit

Ein übersichtliches Buch mit Grafiken, Tabellen und strukturierter Gliederung. Berger verwendet leicht verständliche Sprache und untermauert ihre Thesen mit wissenschaftlichen Studien. Dieser Kompass kann helfen aus der Hoffnungslosigkeit auszubrechen.

Über die Autorin

Amy Berger ist Ernährungswissenschaftlerin und zertifizierte Ernährungsberaterin. Sie lebt in den USA und betreibt u.a. einen Blog, auf dem sie über weitere Stoffwechselstörungen im Zusammenhang mit dem Insulinspiegel schreibt.

Weitere Informationen rund um Alzheimer und Demenz gibt es auf unserer Themenseite.

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