Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe Aktion „Mein Recht auf Frei“ startet

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Fachkräftemangel

Für respektierten Dienstfrei und das Einhalten von rechtskonformen Arbeitspausen will sich der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe jetzt mit einer neuen Kampagne einsetzen. Dabei wird aber nicht nur an die Rechte der Pflegefachkräfte gedacht, sondern auch an Lösungsvorschläge für Arbeitgeber.

Der DBfK startete im Februar mit seiner neuen Kampagne „Mein Recht auf Frei“ und will damit Pflegefachkräften aber auch Einrichtungsleitungen dabei helfen, Dienstzeiten zum Wohle der Patienten und Mitarbeiter einzuhalten. – © Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe

„Mein Recht auf Frei“ heißt die neue Aktion des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK). Damit soll über mehrere Monate hinweg auf zwei wesentliche Herausforderungen in der Pflege hingewiesen werden:

  • den gesicherten, respektierten Dienstfrei und die Verlässlichkeit des Dienstplans, wie es der Gesetzgeber vorgegeben hat sowie
  • das Einhalten von rechtskonformen Arbeitspausen.

Notwendig geworden ist die Aktion laut DBfK, weil es bedingt durch den Fachkräftemangel „schon beinahe Normalität“ geworden ist, dass Pflegefachkräfte auf ihre im Arbeitszeitgesetz vorgeschriebenen Arbeitspausen verzichten, um die Patientenversorgung aufrecht zu erhalten. Auch die Tatsache, dass sie an freien Tagen angerufen werden um „einzuspringen“ sei Praxis geworden.

Tipps für die Arbeitgeber – Best-Practicer gesucht

„Gute Arbeitgeber legen Wert darauf, dass sich die Mitarbeiter auf ihre Freizeit und Pausenregelungen verlassen können. Reduzierte Krankheitsmeldungen und steigende Motivation sind die Ergebnisse dieser Anstrengungen“, erklärt die DBfK-Präsidentin Prof. Dr. Christel Bienstein mit Blick auf die Aktion. Man wolle damit die Missstände und Defizite beim Namen nennen und Pflegefachpersonen stärken, damit sie ihre Rechte kennen und in Anspruch nehmen. „Wir wenden uns aber ebenso an Arbeitgeber und Führungskräfte mit Tipps und guten Lösungsansätzen, die übertragbar sind“, sagt Bienstein. Deshalb sind alle Einrichtungen dazu aufgerufen, über Best-Practice-Beispiele für gute Dienstplan- und Pausengestaltung zu berichten.

Alle weiteren Informationen zur Aktion „Mein Recht auf Frei“ gibt es auf der Website der Kampagne.