Forschung -

Ärzte wollen Studienteilnehmer besser vor Gefahren schützen

Die 64. Generalversammlung des Weltärztebundes hat am 19. Oktober im brasilianischen Fortaleza die Deklaration von Helsinki überarbeitet. Die Bundesärztekammer begrüßt die Neuerungen als Fortschritt im Sinne der Patienten.

"Die Deklaration definiert einen besseren Schutz, insbesondere für vulnerable Gruppen, fordert präzisere und spezifischere Anforderungen für Maßnahmen nach Abschluss einer Studie und zieht erstmalig den Aspekt von Kompensationen für Geschädigte mit ein", betont der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Neu sei die Forderung, dass medizinische und nicht nur klinische Studien registriert werden sollten. "Wir wollen Teilnehmer von medizinischen Studien besser vor möglichen Gefahren schützen und ihnen im Schadensfall leichter zu ihrem Recht verhelfen", fasst Montgomery zusammen.

Die Bundesärztekammer hatte den Vorsitz der internationalen Arbeitsgruppe, die mit der Überarbeitung betraut worden war. Während des über zweijährigen Revisionsprozesses hatten internationale Experten und Interessensgruppen die Möglichkeit, im Rahmen von weltweiten Expertenkonferenzen Änderungsvorschläge bei der Arbeitsgruppe einzureichen. Die Beteiligung war so groß wie bei keiner Revision zuvor.

Die Deklaration von Helsinki ist eines der wichtigsten Dokumente des Weltärztebundes. Sie beschreibt ethische Prinzipien der medizinischen Forschung am Menschen. 2014 wird ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Die revidierte Version der Deklaration ist im englischen Original auf der Internetseite des Weltärztebundes abrufbar: www.wma.net.

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