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Gynäkologie Achtung bei der Schallkopfhygiene

Ist die Schallkopfhygiene beim Einsatz von Vaginalsonden in der gynäkologischen Routine ausreichend? Dieser Frage gingen die Wissenschaftler und Kliniker beim 13. Kongress für Krankenhaushygiene der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene nach. Worauf es dabei ankommt, lesen Sie im Beitrag.

Topic channels: Qualitätsmanagement und Hygiene
Achtung bei der Schallkopfhygiene
Validierte viruzide High-Level-Desinfektion: Darauf kommt es bei der Schallkopfhygiene in der Gynäkologie an. -

Gynäkologen sollten bei der Schallkopfhygiene von Vaginalsonden auf eine validierte viruzide High-Level-Desinfektion setzen. Nur so könnten mögliche Infektionsrisiken bei Patienten vermieden werden. Darin stimmten die Experten auf dem letzten Kongress für Krankenhaushygiene der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) überein.

HPV kann auch am Schallkopf kleben

Infektionen mit dem Humanen Papillomvirus (HPV) könnten unter bestimmten Voraussetzungen Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen auslösen. Da eine Übertragung auch durch Medizinprodukte erfolgen könne, komme der Desinfektion von transvaginalen Ultraschallsonden nach jedem Patientenkontakt eine besondere Bedeutung zu.

Lücken bei manuellen Verfahren

Ultraschallsonden gehören zur Risikoklasse semikritischer Medizinprodukte der Kategorie A, deren Aufbereitung eine validierte Reinigung und Desinfektion umfasst. Aktuell werde diese zumeist mit manuellen Verfahren durchgeführt. Allerdings zeigten diese mit Blick auf Wirksamkeit und Compliance, den Patienten- und Arbeitsschutz sowie Validierbarkeit eindeutige Schwächen. Automatisierte, kontrollierte und dokumentierbare Verfahren würden hingegen aus Gründen des Patientenschutzes und der Rechtssicherheit deutliche Vorteile bieten. „Bei ungenügender Aufbereitung der vaginalen Ultraschallsonden ist die Übertragung von HP-Viren möglich, die in ursächlichen Zusammenhang mit einer späteren Krebsentstehung gesehen werden kann“, sagt Dr. Jochen Steinmann, Consultant bei Dr. Brill + Partner.

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