Zentrale Notaufnahmen (ZNA) Abläufe und Raumstrukturen optimieren

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Um die Effizienz von Notfalleinheiten spürbar zu steigern, müssten Aspekte wie optimale Raumausnutzung, Übersicht und kurze Wege vielmehr berücksichtigt werden. Wie das in der Praxis aussehen kann, beschreibt ein FKT-Online-Seminar am 22. März 2022.

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Die Raumnutzung von Notfalleinheiten kann optimiert werden. Wie zeigt ein FKT-Online-Seminar. – © upixa (stock.adobe.com)

„Das Überleben von Krankenhäusern wird künftig ganz wesentlich in den Notaufnahmen gesichert. Doch: In den Unstrukturen deutscher Krankenhäuser liegt mehr Ressource begraben, als man durch Einstellung von Personal jemals bereitstellen kann“, sagt Dr. Tim Flasbeck. Allen voran betreffe das ZNAs landauf landab: „Neun von zehn Notaufnahmen, die wir beurteilen, sind schon bei der Eröffnung zu klein. Laufwege von 16 bis 17 km pro Schicht sind gleichzeitig keine Seltenheit. Patientinnen und Patienten klagen über lange Wartezeiten. Das Personal arbeitet am Anschlag, während die Geschäftsführungen mit dem defizitären Betrieb dieser Abteilungen hadern. Unbefriedigende Situation wie diese werden in vielen Kliniken seit Jahren hingenommen.“

Prozessoptimale Räume in der ZNA

Schon seit zwölf Jahren beschäftigt sich der Chefarzt der ZNA im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus mit prozessoptimalen Notaufnahmen. Der international angesehene Experte unterstützt Krankenhäuser dabei, Prozesse in der Notaufnahme zu analysieren und die Abläufe und Raumstrukturen zu reorganisieren. Dass sein Konzept funktioniert, konnte er u.a. bei der Malteser Deutschland GmbH beweisen. 2017 wurde er Chefarzt der Klinik für Notfallmedizin im Malteser Krankenhaus in Bonn und übernahm die Planung der Notaufnahmen im gesamten Verbund. Statt wie zuvor zehn bis zwölf Kilometer legt eine Pflegekraft in der Bonner Notaufnahme nach der Neustrukturierung nur noch rund drei Kilometer am Tag zurück. Durch eine kluge Bettenallokation und ein neustrukturiertes Belegungsmanagement wurde zusätzlich Zeit freigesetzt. In knapp drei Jahren haben die Notfallkontakte am Malteser Krankenhaus Bonn bei gleichem Stellenschlüssel so von 38 auf 71 zugenommen. Trotz dieses beachtlichen Leistungszuwachses stieg die Zufriedenheit bei den Beschäftigten in der Pflege: Auf einer Skala von 1 bis 10 von 4,5 auf 8,5. Der Krankenstand sank von 13 auf unter drei Prozent.

Wie er das geschafft hat, berichtet Flasbeck im FKT-Online-Seminar „Zentrale Notaufnahmen (ZNA): Optimale Raumnutzung, Übersicht und kurze Wege“ am 22. März 2022 von 16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Hier geht es zur Anmeldung: https://www.fkt.de/veranstaltungen/