Ausstattung & Technik -

AAL-Entwicklungsauftrag für BRAVIS

Ambient Assisted Living (AAL) zielt auf intelligente innovative Assistenzsysteme, die ältere und kranke Menschen dabei unterstützen, solange wie möglich zu Hause zu leben. Die Deutsche Telekom hat der BRAVIS International GmbH jetzt einen Auftrag zur Entwicklung eines Videomoduls für AAL-Projekte erteilt.

Themenseite: Ausstattung & Technik

Kürzlich wurde ein entsprechendes Pilotprojekt, das in Kooperation zwischen den Johannitern und der Telekom realisiert wurde eingeweiht. Dabei handelt es sich um eine neu gebaute Seniorenanlage mit 25 Wohnungen im niedersächsischen Sarstedt nahe Hildesheim. Hier sei es erstmals gelungen, die Ergebnisse jahrelanger Forschung und Entwicklung in die Praxis umzusetzen, erklärte Alexander Büxenschütz, Leiter Pflege/AAL der Telekom, anlässlich der Eröffnung.

Spürbarer Zugewinn an Komfort und Sicherheit

Konkret erhalten alle Mieter einen speziell auf leichte Bedienbarkeit für ältere Menschen hin optimierten Tablet-PC, mit dem sie z.B. ihre Haustechnik steuern können. Lampen werden per Touchscreen an- und ausgeschaltet. Vom Frühstückstisch aus kann die Raumtemperatur im Bad oder in anderen Zimmern mittels Temperatureinstellung geregelt werden; Jalousien lassen sich öffnen und schließen. Darüber hinaus ist der Kontakt zum Pflegedienst der Johanniter möglich – Notrufe können rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche abgesetzt werden. Nicht zuletzt lässt sich das Gerät so einstellen, dass es an die fällige Tabletteneinnahme erinnert. Damit wird insgesamt die Bewältigung des Alltags in den Zeiten erheblich erleichtert, in denen kein Pflegepersonal unmittelbar vor Ort ist. Das ergibt einen spürbaren Zugewinn an Komfort und Sicherheit.

Videokonferenzmodul in Planung

"In einer nächsten Stufe", so BRAVIS-Geschäftsführer André Röhrig, "soll in das Tablet ein Videokonferenzmodul integriert werden, um den Nutzern dann auch jederzeit Bild- und Tonkontakt zum Pflegedienst, zu Familienangehörigen und nicht zuletzt untereinander zu ermöglichen. Das ist unser Auftrag."

Die Wahl fiel dabei auf BRAVIS. Die Videokonferenzlösung des Unternehmens wird bereits als so genannte Bibliothek angeboten, die sich mit sehr geringem Aufwand in andere Servicesoftwareumgebungen einfügen lässt, und zwar sowohl unter Windows als auch unter Android. Darüber hinaus läuft BRAVIS nicht nur auf praktisch allen herkömmlichen Endgeräten und in HD-Qualität, sondern bedarf auch keiner zusätzlichen Serverinfrastruktur. Der wechselseitige Datentransfer erfolgt peer to peer.

Ein mögliches nächstes Kooperationsprojekt zwischen T-Systems und BRAVIS könnte die technische Unterstützung der Kommunikation zwischen Arzt und Patient zum Gegenstand haben – Videosprechstunde und Patientenbetreuung in der Fläche.

© hcm-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen