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Universitätsmedizin Rostock 3D-Druckverfahren: Ersatzteilversorgung und Forschung

Zum Herstellen von kleinsten Ersatzteilen bis zum dreidimensionalen Modell eines Oberschenkelknochens, werden in der Unimedizin Rostock 3D-Drucker eingesetzt. Auch das Forschungslabor nutzt die Technik.

Themenseite: Medizintechnik

In den Kellerräumen des Lehr- und Forschungsgebäudes der Unimedizin Rostock am Campus Schillingallee werden Ideen entwickelt, am Computer visualisiert und am 3D-Drucker in die Realität umgesetzt. Ob Laborutensilien oder Modelle für den Medizinbedarf, in der Forschungswerkstatt der UMR kann Werkstattleiter Christopher Heiden fast alles herstellen. Noch bis vor Kurzem hat Heiden Gebrauchsgegenstände und Prototypen für den Krankenhaus- und Forschungsbetrieb an der Drehmaschine oder an der Fräse gebaut. Inzwischen wird nahezu alles im 3D-Druckverfahren hergestellt.

Ersatzteile schnell und hausintern

Mit Beginn der Pandemie hat sich gezeigt, wie nützlich die Druckerzeugnisse sein können. Ohne lange Vorlaufzeit und ohne ausufernde Kosten hat Heiden Pipettieraufsätze oder Halterungen für Visiere entwickelt. "Wenn wir den Hinweis erhalten, dass es in den Kliniken an einem bestimmten Produkt fehlt, können wir ganz schnell reagieren und für Ersatz sorgen", erklärt der Konstrukteur.

Implantatmuster u.a. für künstliche Hüftgelenke stellt dort auch das Team vom Forschungslabor für Biomechanik und Implantattechnologie der Orthopädischen Klinik und Poliklinik her. Dafür nutzen die Wissenschaftler einen speziellen Hochleistungsdrucker, der mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wurde.

Modelle nach CT-Bildern

"Die am 3D-Drucker entstandenen patientenindividuellen Knochenmodelle nutzen wir, um neu entwickelte Implantatdesigns, z.B. für Korrektureingriffe am Oberschenkelknochen, um sie auf ihre mechanische Belastbarkeit zu prüfen und dies mit computer-basierten Berechnungsmodellen vergleichen zu können", erklärt Paul Henke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungslabors.

Mit dem 3D-Drucker können anatomische Strukturen basierend auf dreidimensionalen Bilddaten, wie etwa aus CT-Untersuchungen, nachgebildet werden und für die experimentelle Forschung bereitgestellt werden.

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