Bildergalerie: 16. KWA Symposium

Bild: Eileen Wesolowski
Das 16. KWA Symposium fand am 9. Februar 2018 im Georg-Brauchle-Haus statt. Das Wohnstift ist direkt am Münchener Ostpark gelegen.
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Zur Einführung der Veranstaltung präsentierte Peter Steiert, stellvertretender Amtschef im Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium, Ergebnisse aus dem GKV-Pflegequalitätsbericht: „Es hat Verbesserungen gegeben, aber es gibt auch Schattenseiten. So haben freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege abgenommen, jedoch gibt es noch Nachholbedarf bei den Themen Wundversorgung und Schmerzerfassung.“
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Laut Prof. Dr. Thomas Klie, Institutsleiter agp Sozialforschung an der Evangelischen Hochschule Freiburg, bräuchte es weniger Kontrolle in der Pflege, wenn man: 1. die souveräne Fachlichkeit der Mitarbeiter fördert, 2. mehr soziale Aufmerksamkeit für die Pflege herstellt und 3. gezielt kontrolliert und wirksam interveniert. „Bitte lassen Sie uns Abschied nehmen von Ritualen der Aufsichtspraxis. Fachkompetenz und Verantwortungsbereitschaft sind gefragt“, sagte er.
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Dr. Stefan Arend, Vorstand KWA, führte durch das Symposium. Er wies darauf hin, dass die Pflege in einem Dilemma zwischen Kontrolle und Vertrauen steckt und betonte: „Wir müssen auch den Mut haben, Vertrauen zu haben. Ohne Vertrauen ist ein Zusammenleben nicht möglich.“
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In den Pausen nutzten die Teilnehmer im gemütlichen Foyer des Wohnstifts die Minuten, um über das neu Erfahrene zu diskutieren.
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Rheinland Pfalz verzichtet seit einiger Zeit auf die jährliche Regelprüfung von Pflegeheimen ohne Anlass. Stattdessen bieten sie Einrichtungen die Möglichkeit einer angemeldeten Beratung durch die Prüfbehörde. Ingeborg Germann vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie in Rheinland Pfalz erläuterte die Vorteile dieses Ansatzes: „Die anlassbezogene Kontrolle hat einen klaren Auftrag. Durch die gezielte Prüfung können auch Maßnahmen gezielt angeordnet werden.“
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Reiner Kasperbauer, Geschäftsführer des Medizinischen Diensts der Krankenversicherung Bayern (MDK), ging auf die Arbeit des MDK ein und sprach u.a. auch über den Pflege-TÜV: „Damit der Pflege-TÜV funktioniert, braucht es statistische Daten.“ Trotzdem betonte er: „Qualität kann man nicht in die Einrichtungen hineinprüfen!“
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Dr. Stefan Arend freute sich sehr über die große Resonanz zur Veranstaltung. Auch die Teilnehmer beteiligten sich rege an den Diskussionen. So forderte u.a. ein pflegender Angehöriger aus dem Publikum: „Wir brauchen eine Kontrolle der Kontrolleinrichtungen!“.
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Zum Abschluss gab es eine Diskussionsrunde zum Thema „Kontrolle“ (v.l.): Hermann Imhof, MdL; Holger Göpel von der Schlüterschen Verlagsgesellschaft; Emmi Zeulner, MdB; Prof. Dr. Thomas Klie, Institutsleiter agp Sozialforschung an der Ev. Hochschule Freiburg; Tobias Lechner, FQA/Heimaufsicht Landeshauptstadt München sowie Georg Sigl-Lehner, Vorsitzender der Vereinigung der Pflegenden in Bayern.
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Diskutiert wurde auch über die Rolle der Pflege in der Politik. So sagte Hermann Imhof, Mdl: „Die Pflege muss die nächsten Jahre im politischen Mittelpunkt stehen!“