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Zukunftsplattform Bayern – Digitales Gesundheitswesen Zehn Thesen zu E-Health für die politische Agenda

Branchenübergreifende Fachleute aus Wissenschaft, Forschung, Praxis, Verbänden und Institutionen haben im Rahmen einer Plattform der Hanns-Seidel-Stiftung einen Fahrplan dazu erarbeitet, wie in Deutschland digitale Anwendungen und Produkte in den Versorgungsalltag gebracht werden können. Dieser liegt nun als Thesenpapier vor.

Themenseite: Digitalisierung

Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) hat mit zahleichen Experten aus dem Gesundheitssektor die „Zukunftsplattform Bayern: Digitales Gesundheitswesen 2020" ins Leben gerufen. „Wir brauchen Konzepte und Lösungsstrategien, wie wir das durch die Digitalisierung veränderte Gesundheitswesen zukunftsfähig machen können. Die Herausforderungen zu meistern, ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir als HSS wollen mit unserer Plattform unseren Beitrag für Expertenaustausch und Lösungsansätze leisten“, sagt die Vorsitzende der HSS, Ursula Männle, zum Forum.

Branchenübergreifende Fachleute erarbeiteten in mehreren Sitzungen einen zielgerichteten Fahrplan, wie in Deutschland digitale Anwendungen und Produkte in den Versorgungsalltag gebracht werden können. Diesen Fahrplan stellte die Zukunftsplattform Anfang Mai 2018 als Thesenpapier vor. Darin sind Probleme benannt, Lösungsmöglichkeiten erörtert und es wird aufgezeigt, wie die Veränderungen durch die Digitalisierung im Gesundheitswesen bewältigt werden können.

Folgende zehn Forderungen stellte die Zukunftsplattform Bayern auf:

  • sektorales Denken im Gesundheitswesen aufbrechen,
  • eine zentral gesteuerte Aufklärungskampagne zu E-Health,
  • dynamischer, effizienter Datenschutz ,
  • keine Datenfreigabe ohne Zustimmung des Patienten,
  • vernetzbare, zentrale, elektronische Gesundheitsakten,
  • Standards, Schnittstellen und Kriterienkataloge für e-Akten und e-Kommunikation,
  • klare rechtliche Grundlagen für ein digitales Gesundheitswesen ,
  • Testläufe mit Kontrollmechanismen,
  • einfacheren Zugang zu digitalen Gesundheitsinnovationen,
  • Aus- und Weiterbildungen zur Überwindung der Technikskepsis ,
  • eine zentral koordinierte Infrastruktur für das Gesundheitswesen.

Adressat der Forderungen ist die Politik, wie Dr. Christoph F-J Goetz (Bayerische Landesärztekammer und kassenärztliche Vereinigung) bei der Vorstellung der Thesen herausstellte. Bernhard Seidenath, MdL, stand der Zukunftsplattform Bayern gewohnt fachkundig Rede und Antwort und versprach, die Positionen an den richtigen Stellen politischer Entscheidung zu positionieren. Das Thesenpapier der Zukunftsplattform Bayern ist bereits bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekommen.

Die Veröffentlichung kann mit einem Klick hierauf kostenlos angefordert werden.

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