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Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste Schulgeld für Altenpflegeausbildung sofort streichen

Auszubildende in Pflegeberufen zahlen an freien Schulen in Mecklenburg-Vorpommern noch immer Schulgeld.

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Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) fordert zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres, das Schulgeld in der Ausbildung zum Altenpfleger sofort zu streichen. «Wenn die Landesregierung den Pflegeberuf aufwerten will, dann ist die Abschaffung des Schulgeldes ein einfacher und längst überfälliger Schritt», sagte der bpa-Landesvorsitzende Michael Händel am Donnerstag (Anmerkung der Redaktion: 10. August 2017).

Das Pflegeberufereformgesetz des Bundes sieht eine kostenlose Ausbildung ab dem Jahr 2020 vor. Dann soll die neue «generalistische» Ausbildung für Alten-, Kinder- und Krankenpfleger beginnen. Nach Ansicht des bpa kann es sich Mecklenburg-Vorpommern nicht leisten, so viel Zeit zu verschenken. Pflegefachkräfte würden dringend gebraucht.

Wenn das Land ein kostenloses Medizinstudium ermögliche, sei es nicht zu vermitteln, warum künftige Altenpfleger für ihre Ausbildung zahlen sollen. In vielen anderen Bundesländern sei die Pflegeausbildung längst schulgeldfrei, um die Zahl der Pflegekräfte zu steigern.

Sozialministerin Stefanie Drese werde in der neuen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (beide SPD) sicher eine Unterstützerin finden, meinte er. Schwesig habe als Bundesministerin dafür gekämpft, die Altenpflegeausbildung schuldgeldfrei zu machen. «Jetzt könnte sie in Mecklenburg-Vorpommern zeigen, wie ernst es ihr damit ist», sagte Händel.

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