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Terminvergabe Patienten sind mit Onlinebuchung zufriedener

Eine Auswertung von mehr als einer Million Arztbewertungen auf jameda.de hat gezeigt, dass Patienten, denen bei ihrem Arzt eine Onlineterminbuchung zur Verfügung steht, zufriedener sind. Außerdem habe sich gezeigt: Praxen, die auf Onlineterminvergabe setzen haben ein effizienteres Praxismanagement. Eine Inspiration für die Terminvergabe im Krankenhaus?

Themenseite: Digitalisierung

Das Angebot einer Onlineterminbuchung wirkt sich sehr positiv auf die allgemeine Zufriedenheit von Patienten mit ihren Ärzten aus. Das zeigt eine Auswertung der Arztbewertungen auf jameda.de, Onlineplattform für Arztempfehlungen und Onlinearztterminen. Dieser zufolge erhalten Mediziner, die ihren Patienten eine Onlineterminbuchung anbieten, auf einer Schulnotenskala von eins bis sechs die Durchschnittsnote 1,28, womit sie deutlich besser abschneiden als ihre Kollegen ohne Onlineterminbuchung. Letztere werden von ihren Patienten mit der Durchschnittsnote 1,80 bewertet.

Arztpraxen profitieren vielfach

Patienten bewerten laut jameda zahlreiche Aspekte ihres Arztbesuchs besser, wenn es sich um eine Praxis mit Onlineterminbuchung handelt. So fällt z.B. die Wartezeit auf einen Termin (1,42) bei diesen Arztpraxen deutlich besser aus als bei Medizinern, die keine Onlineterminbuchung anbieten (1,88).

Zusammenhängen dürfte dies laut jameda damit, dass sich Patienten online einen Überblick über freie Termine verschaffen können und daraufhin die Praxis auswählen, die den nächsten freien Termin anbietet. Zudem entlastet eine Onlineterminbuchungsfunktion das Praxistelefon, so dass Patienten, die sich für eine telefonische Terminvereinbarung entscheiden, den Arzt leichter erreichen anstatt in der Warteschleife zu landen. So werden Ärzte mit Onlineterminbuchung in der Kategorie telefonische Erreichbarkeit mit einer 1,32 bewertet, ihre Kollegen ohne diese Möglichkeit mit einer 1,88.

Patienten schätzen effizientes Praxismanagement

Offenbar haben Ärzte, die bei der Terminvergabe auf digitale Möglichkeiten setzen, generell ein besseres Praxismanagement als ihre Kollegen ohne Onlineterminbuchung – das ist zumindest das Empfinden ihrer Patienten, wie die Auswertung gezeigt hat. So bewerten sie die Zeit, die sich Ärzte mit dem Angebot einer Onlineterminbuchung für sie genommen haben, deutlich besser, nämlich mit einer 1,30 anstatt einer 1,82. Ein effizienteres Praxismanagement zeigt sich auch in der Wartezeit in den Arztpraxen: Ärzte mit Onlineterminbuchung erhalten von ihren Patienten hierfür eine 1,55. Ihre Kollegen ohne diese Funktion erhalten hingegen nur eine 2,07.

Dass sich eine Onlineterminbuchung positiv auf die Patientenzufriedenheit und die Praxisabläufe auswirkt, bestätigt der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Holger Conrad aus Rheinstetten, der die jameda-Onlineterminlösung seit einem knappen Jahr nutzt: „Meine Patienten nehmen die Onlineterminbuchung sehr gut an und ich erhalte dadurch zahlreiche neue Patienten. Auch meine Mitarbeiter am Empfang schätzen die Funktion, da unser Praxistelefon dadurch spürbar entlastet wird.“

Ärzte können Patienten auf jameda kostenfrei Termine zur Onlinebuchung anbieten. Dabei profitieren sie auch von Datensicherheit: jameda ist vom TÜV Rheinland für „Geprüften Datenschutz und Datensicherheit“ zertifiziert. Mehr als 5,5 Millionen Patienten suchen jeden Monat ihren Arzt auf jameda, wovon zahlreiche anschließend schnell und einfach einen Arzttermin online buchen.

Krankenhäuser aufgepasst!

Die Onlineterminvergabe stellt allerdings nicht nur Arztpraxen eine Möglichkeit zur Verbesserung der Patientenzufriedenheit und der Arbeitsorganisation dar. Auch Kliniken und Krankenhäusern können von der digitalen Terminvergabe profitieren. Möglichkeiten der Onlineterminvergabe für Einrichtungen gibt es bereits. HCM berichtet in der aktuellen Ausgabe darüber.

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