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Mammazentrum Hamburg baut integrative Onkologie aus

Mit Unterstützung der Dorit & Alexander Otto Stiftung kann das Mammazentrum Hamburg sein Angebot an traditioneller chinesischer Medizin (TCM), Ernährungsberatung und anderer komplementärmedizinischer Therapien ausbauen.

Patientinnen mit Brustkrebs leiden oft schwer unter den Nebenwirkungen der Chemotherapie. Traditionelle chinesische Medizin (TCM), eine Umstellung der Ernährung, Sport und andere komplementärmedizinische Angebote können für Linderung sorgen. So lassen sich mit Hilfe von Akupunktur und dem Einsatz chinesischer Heilkräuter z.B. Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Muskel- und Gliederschmerzen, Schlaflosigkeit sowie Erschöpfung mindern. Das Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem baut daher seine Abteilung für Integrative Onkologie weiter aus. Möglich wird diese ganzheitliche Behandlung der Krebserkrankung durch die großzügige Unterstützung der Dorit & Alexander Otto Stiftung. "Begleitende Therapien können nicht heilen, aber sie lindern die Nebenwirkungen und können die schwere Zeit während und nach der Behandlung etwas leichter machen", so Stifterin Dorit Otto. "Unser Ziel ist es, dass jede Frau die Möglichkeit hat, diese Angebote unabhängig von ihrer finanziellen Situation zu nutzen."

Neue Räume für die TCM-Ambulanz/TCM-Studie

Ab sofort empfängt TCM-Expertin Barbara Kirschbaum die Patientinnen des Mammazentrums Hamburg in neuen, großzügigeren Praxisräumen. Dadurch können noch mehr Patientinnen das Angebot nutzen. Bereits seit 2011 praktiziert Barbara Kirschbaum im Rahmen einer regelmäßigen Sprechstunde im Krankenhaus Jerusalem. Die Kombination aus Schulmedizin und TCM wird durch eine ebenfalls von der Dorit & Alexander Otto Stiftung finanzierte wissenschaftliche Beobachtungsstudie des Mammazentrums Hamburg und der Berliner Charité begleitet, um einer erweiterten Behandlung von Krebspatienten in ganz Deutschland den Weg zu ebnen.

Ernährungssprechstunde am Mammazentrum Hamburg

Die richtige Ernährung und ein gesunder Lebensstil sind wichtige Faktoren bei der Prävention und Therapie von Brustkrebs. Studien belegen, dass Übergewicht durch Veränderungen im Hormonhaushalt die Entstehung sowie ein späteres Wiederauftreten der Krankheit fördert und somit vermieden werden sollte. Auch Begleiterscheinungen der Chemotherapie – wie trockene Mundschleimhaut oder Übelkeit – können durch richtige Ernährung gelindert werden. In einer von der Dorit & Alexander Otto Stiftung geförderten Ernährungssprechstunde berät eine renommierte Ökotrophologin im Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem die Patientinnen auf diesem Gebiet und erstellt individuelle Ernährungspläne.

Dr. Olaf Katzler, Arzt im Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem: "Begleitende Therapien können die Schulmedizin zwar nicht ersetzen, aber die ganzheitliche Behandlung von Brustkrebs verbessert nachhaltig die Lebensqualität der Patientinnen und senkt damit auch die Abbruchrate während der Chemotherapie. Dank der Dorit & Alexander Otto Stiftung gibt es nun mehr Kapazitäten in diesem Bereich – dafür sind wir sehr dankbar."

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