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Vitabook Konto für die Gesundheit – jetzt im Praxiseinsatz

Das Ärztenetz am Niederrhein, ein Zusammenschluss von Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Kliniken, Apotheken und Pflegeeinrichtungen, hat sich mit Patienten über das Gesundheitskonto von vitabook erstmals sektorenübergreifend und digital vernetzt.

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Patienten können seit dem 30. März 2016 auf www.niederrhein.online Laborberichte, Arztbriefe, Röntgenbilder, selbst Arztrechnungen und viele weitere Gesundheitsinformationen von ihren Behandlern erhalten. Auch können darüber online Arzttermine, Folgerezepte und Überweisungen zu anderen Ärzten angefragt werden. Selbst Medikamente in der Apotheke lassen sich vorbestellen.

Endlich verknüpfte Patientendaten

„Patienten, die kein Gesundheitskonto haben, können weder sich noch ihren Ärzten Gesundheitsinformationen überweisen lassen.“ So beschreibt Dr. Karl-Heinz Schmitz, Kardiologe aus Dinslaken die Ausgangssituation im deutschen Gesundheitswesen. Jede Stelle, mit der ein Patient in Kontakt kommt, generiert individuelle Patientendaten. Eine Vernetzung der Daten ist bislang nicht realisiert. Zwar ist die elektronische Gesundheitskarte der gesetzlichen Krankenkassen seit mehr als zehn Jahren in der Entwicklung, doch mit einer zeitnahen Einführung und damit einer Lösung der aktuellen Kommunikationsdefizite ist aber dennoch nicht zu rechnen. Zu viele juristische und technische Hürden belasten das Projekt.

„Daher haben wir uns entschieden, das Gesundheitskonto des Patienten, das diesen Namen tatsächlich verdient, zu unterstützen“, sagt Wolfgang Bachmann, der das Projekt für die Ärzte am Niederrhein leitet.

Kostenfreies Gesundheitskonto können Patienten einfach online anlegen

Unter www.niederrhein.online können sich Patienten und ihre Angehörigen mit wenigen Klicks online ein eigenes und kostenfreies Gesundheitskonto einrichten. Wie beim Onlinebanking erhalten die Patienten einen eigenen Benutzernamen und ein Kennwort. Mit diesem Konto sollen sich Patienten von ihren Ärzten Gesundheitsdaten wie auf ein Girokonto überweisen lassen können. Dafür gibt es eine eigene Gesundheits-IBAN, die wie eine Girokontonummer funktioniert. Diese Kontonummer besteht aus der Versichertennummer des Patienten sowie seiner Versicherungsnummer. Beide Angaben stehen bereits auf der jeweiligen Gesundheitskarte des Patienten.

Der Patient entscheidet

„Ich will als Patient selbst über meine Daten bestimmen – ich ganz alleine. Es reicht aus, wenn ich mich mit meinem Arzt und seinen Helfern über mein Gesundheitskonto vernetze. Dafür müssen nicht alle Akteure aufwendig miteinander verbunden werden. Dafür brauche ich nur ein eigenes Konto, das mir gehört. Da bei vitabook alleine der Patient darüber bestimmt, wer Zugang zu seinen Daten hat und diese lesen und damit umgehen darf, gibt es keinerlei datenschutzrechtliche Hindernisse der sofortigen Umsetzung“, erklärt Markus Bönig, Geschäftsführer und Gründer von Vitabook.

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