Demenz „für“ Planer, Architekten, Pflegende und Krankenhäuser - Veranstaltung -

Tagung

Am 27. und 28. April treffen sich an der Uni Witten/Herdecke (UW/H) Experten unterschiedlicher Berufsgruppen, um voneinander zu lernen. „Together everyone achieves more – zusammen mehr erreichen” ist das Motto der Tagung zur Versorgung von Menschen mit Demenz. „Demenz ist eine Erkrankung, die nicht nur Mediziner und Pflegende angeht“, erklärt Prof. Dr. Ulrike Höhmann den Ansatz, „in der Wohnung, im Stadtquartier, v.a. aber auch in den Krankenhäusern muss sich etwas ändern. Unser System der Gesundheitsversorgung mit Krankenhäusern und Pflegeheimen ist auf die stetig steigende Zahl der Demenzerkrankten nicht im Mindesten vorbereitet!“, warnt die Leiterin des Studiengangs Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz an der UW/H. Wie man ein Wohn- und Lebensumfeld schaffen könne, das den Patienten Orientierung und Zurechtfinden ermögliche, um so die Einrichtungen zu entlasten, sei die Aufgabe der Zukunft.
Darum hat Prof. Höhmann mit ihrem Team die Tagung organisiert, bei der Praktiker gelungene Umsetzungen vorstellen. Sie ist für Pflegende, Ärzte, therapeutische Beruf und Krankenhausmanager ebenso interessant, wie für Stadtplaner, Architekten oder Ingenieure.

Am ersten Tag geht es um settingübergreifende Ansätze wie z.B.

• ausgewählte Maßnahmen zur Erhöhung der kulturellen Teilhabe von Menschen mit Demenz in Privathaushalten am Beispiel eines Klassikkonzertes,
• PflegEAssistenz - ein telefongestütztes Coachingangebot für pflegende Angehörige zur Stabilisierung häuslicher Versorgungssituationen,
• Entwicklung eines Messinstruments zur Evaluierung der Passung wohnumfeldverbessernder Maßnahmen,
• Wünsche und Bedarfe der kommenden Generationen hilfe- und pflegebedürftiger Menschen und ihre Berücksichtigung in der baulichen und konzeptionellen Gestaltung versorgender Wohnformen,
• Jung und Alt im Altenheim – Kooperation von Pflegeheimen und Kindergärten in generationsübergreifenden Projekten – Welche Faktoren fördern oder hemmen die Zusammenarbeit bei intergenerativen Projekten?
• Erarbeitung eines Kriterienkataloges und Beurteilung der Verwirklichung sozialpolitischer Ziele in der städtebaulichen Umsetzung „Schöneberger Linse“.
 
Der zweite Tag setzt dann einen Schwerpunkt in der Behandlung im Krankenhaus, mit Themen wie z.B.:

• Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung: „Demenzfreundliches Krankenhaus“ – Ziele und Absichten der Stiftung,
• Demenzerkrankte im Akutspital: Herausforderung für Betroffene, Angehörige und Professionelle,
• Kriterien eines demenzfreundlichen Krankenhauses – Vorarbeiten zu einem Evaluationskonzept,
• Hilfsmittelversorgung bei Menschen mit Demenz im Rahmen der geriatrischen Komplexbehandlung,
• Schönheitshandeln von Menschen mit Demenz: Identitätsstiftende Alltagsroutine – eine oft ungenutzte Ressource im pfleglichen Umgang mit Patienten und Bewohnern.



Termin:  27.04.2017 bis 28.04.2017
Ort:  Universität Witten/Herdecke

Internet: 


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