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Social Media (Teil 14) Barcamps auf Eroberungskurs

Klassische Tagungsformate dominieren das Gesundheitswesen. Die Referenten sitzen auf dem Podium, referieren und diskutieren; die Teilnehmer sind dabei meist passiv. Dass es auch anders geht, zeigt ein Format aus dem Silicon Valley: das Barcamp. Es ist innovativ, setzt auf die aktive Teilnahme und ist jetzt auch in der Healthcarebranche angekommen.

Themenseite: Social Media

Das Barcamp ist eine offene Veranstaltung, die meist zwei Tage dauert und an einem Wochenende stattfindet. Das Programm dieser sogenannten Unkonferenz wird gemeinsam von den Teilnehmern zu Beginn eines jeden Tages festgelegt und orientiert sich an den aktuellen Interessen der Teilnehmer. Ziel eines Barcamps ist es, Wissen zu teilen, neue Impulse und Ideen zu generieren sowie sich zu vernetzen. Der Austausch und die Diskussionen finden auf Augenhöhe statt – eine der wichtigsten Regeln des Barcamps. Diese werden nachfolgend genauer erläutert. Die Teilnahme ist in den meisten Fällen kostenlos, kann aber auch mit einer geringen Gebühr verbunden sein. Barcamps werden in aller Regel durch Sponsoren ermöglicht. Neben den klassischen Barcamps gibt es Themencamps wie das EduCamp, Histocamp, Barcamp soziale Arbeit oder das CareCamp.

So läuft es ab

Jedes Barcamp startet mit einer Begrüßung und Erläuterung des weiteren Ablaufs durch das Organisationsteam. Es folgt eine Vorstellungsrunde, bei der jeder Teilnehmer seinen Namen und drei Hashtags bzw. Schlagworte zu sich nennt. Das dient zum „Eisbrechen“ und erleichtert es, Teilnehmer zu finden, die sich für gleiche oder ähnliche Themen interessieren. Meistens ergeben sich im weiteren Austausch spannende und intensive Gespräche, die weit über die Veranstaltung hinaus wirken.

Den Kern eines Barcamps bildet die Sessionplanung, bei der das Tagesprogramm gemeinsam gestaltet wird. Die Teilnehmer dürfen eine oder mehrere Sessions vorschlagen und stellen diese inhaltlich kurz vor. Eine Session kann ein Kurzvortrag, ein Workshop, eine Diskussion oder einfach nur eine Frage sein und dauert 45 Minuten plus 15 Minuten Pause. Mittels Handzeichen signalisieren die Teilnehmer nach jeder Sessionvorstellung, wie groß das Interesse ist, sodass die Session einem Raum und einer Uhrzeit zugeordnet werden kann. Sukzessive füllt sich so der Sessionplan. Geführt werden die Sessions dann in Eigenregie von den Teilnehmern.

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